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Jean-Daniel Gachoud erhält den diesjährigen Sportpreis des Kantons Freiburg für seinen Einsatz für das Ringen

Der Staatsrat vergibt Jean-Daniel Gachoud aus Domdidier den Sportpreis 2011 des Kantons Freiburg. Nach Bernard Pastéris wird Jean-Daniel Gachoud somit der neunte Preisträger dieses mit 5 000 Franken dotierten Preises. Die beiden Förderpreise der kantonalen Sportkommission gehen an Julie Pantillon aus Sugiez (Rhythmische Sportgymnastik) und Pascal Ungersböck aus Riaz (Leichtathletik).

Jean-Daniel Gachoud, geboren am 12. Februar 1959, hat schon in jungen Jahren mit dem Ringen begonnen. Im Jahr 1967 bestritt er in der Gewichtsklasse bis 25 kg sein erstes Turnier. 1974 wurde er Schüler-Schweizermeister und konnte an den Weltmeisterschaften in Lima teilnehmen, wo er den 3. Platz erreichte. Diese Leistung wiederholte er ein Jahr später an den Weltmeisterschaften in Santo Domingo. In den Jahren 1978 bis 1985 errang er mehrmals den Schweizermeistertitel, zunächst bei den Junioren, später in der Freistil-Kategorie Senioren bis 82 kg. Während dieser Zeit war er zudem bei den Europameisterschaften in Budapest und in Jönköping dabei.

1988 begann er beim Ringer-Club Olympique Domdidier (Nationalliga A) eine Laufbahn als Trainer. Ein Jahr später wurde er Nationaltrainer im Freistilringen. Insgesamt nahm er an rund vierzig internationalen Turnieren teil, darunter im Jahr 1992 auch an den Olympischen Spielen in Barcelona.

Jean-Daniel Gachoud durchlief daneben noch eine zweite internationale Karriere als Veteran. So nahm er zwischen 1997 und 2010 an neun Weltmeisterschaften der Veteranen teil, die ihn von Zagreb über Istanbul und Ankara bis nach Riga führten. An diesen Turnieren platzierte er sich jeweils auf den Rängen 3 bis 7. Im Jahr 1999 reiste er nach Port-Elisabeth in Südafrika, um an den Masters Games, den Weltspielen der Seniorensportler, teilzunehmen.

Gegenwärtig setzt er sich als J+S-Experte für die Ausbildung der Leiterinnen und Leiter ein und leitet regelmässig als Klassenlehrer verschiedene Kurse. Im Jahr 2010 übernahm er ausserdem die Präsidentschaft des Organisationskomitees für die Weltmeisterschaften der Veteranen im Freistilringen in Domdidier, dem Dorf, wo er heute noch lebt und an der Orientierungsschule als Sportlehrer unterrichtet.

Julie Pantillon, 13-jährig, begann im Jahr 2006 beim Verein GR Neuchâtel mit der rhythmischen Gymnastik. Bei ihrer 1. Qualifikation für die Schweizer Meisterschaften in Locarno im März 2010 wurde sie vom Trainer des nationalen Leistungszentrums entdeckt, der ihr vorschlug, dem regionalen Leistungszentrum der Rhythmischen Gymnastik Bern und Umgebung (RLZ Bern) beizutreten. Seit Juni 2010 trainiert sie 5 bis 6 Tage pro Woche und absolviert wöchentlich 21 Trainingsstunden. Derzeit bereitet sich Julie auf die nächsten Schweizer Meisterschaften vor, und zwar in der Kategorie P5 im Einzel (für GR Neuchâtel), aber auch in der Gruppe (für das RLZ Bern). Julie ist also auf gutem Weg, um ihren Traum zu verwirklichen: Die Aufnahme ins Schweizer Team und die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 in Brasilien.

Pascal Ungersböck, 17-jährig, trainiert beim Leichtathletik-Klub von Bulle. Er wurde dieses Jahr Schweizer Meister U18 über 1500 und über 3000 Meter und stellte zudem am Leichtathletik-Meeting Athletissima in Lausanne eine neue persönliche Bestzeit über 1 500 Meter auf. Darüber hinaus erreichte er an den diesjährigen Schweizermeisterschaften Cross in Sitten-Sion einen ausgezeichneten 5. Rang.

Julie und Pascal gelten beide in ihrer jeweiligen Disziplin als Schweizer Nachwuchstalente.

Die Preisverleihung erfolgt anlässlich der von der Kommission des Freiburger Sportverdienstpreises organisierten Sportpreis-Nacht, die am Freitag, 16. Dezember 2011 in der Heilig-Kreuz-Halle in Freiburg stattfindet.