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Ein neuer Blick auf unsere Traditionen

Die Direktion für Erziehung, Kultur und Sport (EKSD) lanciert das Projekt "Lebendige Traditionen in Bildern: Erneuern, teilen, verknüpfen". Dieses Projekt will insbesondere mit der Fotografie die lebendigen Traditionen aus heutiger Sicht zeigen. Es ist partizipativ und möchte auf diese Weise die jüngere Generation von Freiburginnen und Freiburgern sowie Kunstschaffende und Kulturakteure ermuntern, sich für dieses Kulturerbe einzusetzen. Geplant sind das Teilen von Bildern auf den sozialen Netzwerken, Ausstellungen, eine Publikation sowie künstlerische Kreationen. Das Greyerzer Museum ist mit der Koordination dieses Projekts betraut, das auch von der Kulturstiftung Pro Helvetia unterstützt wird.

Nach der Veröffentlichung einer Liste von 70 lebendigen Traditionen im Kanton Freiburg, wovon 46 online beschrieben sind, im Jahr 2012 beginnt mit dem Projekt "Lebendige Traditionen in Bildern: Erneuern, teilen, verknüpfen" eine weitere Etappe in der Erhaltung und Aufwertung des immateriellen Kulturerbes. Dieses wurde auf Anregung des kantonalen Amts für Kultur lanciert und ist ein Partnerprojekt der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, im Rahmen der Initiative "Kulturelle Vielfalt in den Regionen". Es wird vom Greyerzer Museum geleitet, das mit mehreren Partnern zusammenarbeitet (darunter der Internetplattform notrehistoire.ch).

Bildern sammeln, teilen und ausstellen
Das Projekt wird bis 2018 dauern. Mehrere Profifotografinnen und -fotografen des Kantons werden den Auftrag erhalten, einen zeitgenössischen Blick auf bekannte Traditionen zu werfen, und zwar nicht nur auf die Menschen, die diese praktizieren und daran teilnehmen, sondern auf alle Personen, die für das Bestehen von Traditionen wie dem St. Nikolaus oder der Murtner Solennität wichtig sind. Sie werden auch Traditionen dokumentieren, von denen bisher noch wenig Bildmaterial vorhanden ist, wie beispielsweise die Antoniusfeier, das Schwarzsee-Schwinget oder andere Traditionen in den einzelnen Bezirken. Die Mitglieder der Fotoklubs des Kantons und alle, die selber solche Traditionen pflegen und daran interessiert sind, können ihre Fotos oder Filme einreichen. Dazu wurden Benutzerkonten auf Facebook, Instagram und Twitter angelegt. Das Ergebnis soll an Ausstellungen in mehreren Museen des Kantons sowie in einer Publikation präsentiert werden. Kunstschaffende und professionelle Kulturakteure sind ebenfalls zur Teilnahme aufgerufen. So werden bei der Ausgabe 2016 des Festivals Belluard Bollwerk International mehrere Projekte zu den lebendigen Traditionen auf dem Programm stehen.

Aufruf zur Teilnahme
Das Projekt ist partizipativ, was eine besondere Herausforderung darstellt. Alle Interessierten sind eingeladen, ihre Bilder zu teilen.