Projekt Raum 2030

Raum 2030 ist lanciert! Damit wollen wir uns einen Rahmen für die raumplanerische Entwicklung unseres Kantons in den nächsten fünfzehn Jahren geben. Mit dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG) und der Raumplanungsverordnung am 1. Mai 2014 wurden die Weichen für die Schweiz und den Kanton Freiburg neu gestellt. Die Ziele sind klar: Landschaft, Natur und Kulturland besser schützen, die Baulandhortung bekämpfen und den öffentlich-rechtlichen Körperschaften neue Instrumente an die Hand geben, damit sie eine aktive Bodenpolitik betreiben können.

Eine neue Philosophie und neue Instrumente für die Entwicklung des Kantons Freiburg

Neueinzonungen werden in Zukunft nicht mehr so einfach möglich sein. Zuerst muss das bestehende Bauland genutzt und das Siedlungsgebiet aufgewertet und verdichtet werden. Wir müssen nun gemeinsam einen Weg finden, um die Bestimmungen des RPG mit den Erfordernissen der wirtschaftlichen und demografischen Entwicklung unseres Kantons in Einklang zu bringen. Dabei soll uns Raum 2030 helfen. Das Projekt ist eine Herausforderung, aber gleichzeitig auch eine Gelegenheit, unsere räumliche Entwicklung nachhaltig zu überdenken.

Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir zuerst die kantonale Gesetzgebung anpassen und Instrumente zur Verwaltung der Bauzone sowie eine Mehrwertabgabe von mindestens 20% einführen. Danach muss der kantonale Richtplan revidiert werden. Dafür haben wir fünf Jahre Zeit. Erst nach diesen Anpassungen wird das im RPG vorgesehene Moratorium für die Ausscheidung von Bauzonen aufgehoben.

Unsere Strategie ist bekannt. Die geplanten Änderungen des kantonalen Raumplanungs- und Baugesetzes (RPBG) werden bis März 2015 in eine öffentliche Vernehmlassung gegeben. Für den Satz der Mehrwertabgabe und für die Verwendung des damit gespiesenen Fonds werden mehrere Varianten vorgeschlagen.

Die Raumplanung ist ein wichtiges gesellschaftliches Thema, das alle Bürgerinnen und Bürger betrifft. Es geht nicht nur raumplanerische Fragen, sondern auch um Wirtschaftsentwicklung, Umweltschutz und Verkehrspolitik. Raum 2030 ist ein langwieriges und komplexes, aber sehr wichtiges Projektfür die Zukunft unseres Kantons. Wir hoffen deshalb, dass die freiburgische Bevölkerung an der öffentlichen Vernehmlassung teilnimmt, so dass eine breite Debatte über die Zukunft unseres Kantons geführt werden kann.

News

Öffentliche Vernehmlassung des kantonalen Richtplans: Der Staat bereitet sich für die erwartete Entwicklung des Kantons Freiburg vor

Wie können wir 150 000 zusätzliche Einwohnerinnen und Einwohner bis 2050 empfangen, ihnen ein harmonisches Lebensumfeld, hochwertige Arbeitsplätze und effiziente Fortbewegungsmittel bieten? Wie können wir die wirtschaftliche Attraktivität unseres Kantons stärken und gleichzeitig die natürlichen Ressourcen bewahren? Der Entwurf des neuen kantonalen Richtplans beantwortet diese Fragen. Er setzt den Schwerpunkt auf die Entwicklung des Kantonszentrums und der Regionalzentren und damit der Gegenden mit guter öffentlicher Verkehrserschliessung. Der Kanton Freiburg muss die Stabilität seiner Bauzonen aufrechterhalten und will dabei auf massive Auszonungen verzichten. Der Entwurf des totalrevidierten kantonalen Richtplans geht am 10. November 2017 für 2 Monate in die öffentliche Vernehmlassung. > www.fr.ch/raum

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Kantonaler Richtplan

Öffentliche Informationsveranstaltungen zur öffentlichen Vernehmlassung des neuen kantonalen Richtplans

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Windparkprojekt Schwyberg: Der Staat bedauert den Bundesgerichtsentscheid zugunsten der Beschwerdeführer

Die Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion (RUBD) und die Volkswirtschaftsdirektion (VWD) bedauern den Entscheid des Bundesgerichts, das die Beschwerde von vier Natur- und Umweltschutzorganisationen gegen das Windparkprojekt Schwyberg gutgeheissen hat. Dieser Entscheid bremst die Windparkprojekte in den Voralpen, stellt sie aber nicht grundsätzlich in Frage. Er bedeutet aber vor allem eine grosse Hürde für den Kanton Freiburg, wenn er das Ziel der 4000-Watt-Gesellschaft bis 2030 erreichen will. Das Bundesgericht verlangt vom Kanton, dass er die Eignung des Standorts vertieft überprüft, was im Übrigen bereits im Rahmen der laufenden Richtplanrevision geschehen ist. Deshalb halten die Freiburger Behörden das Projekt Schwyberg für machbar. Angesichts der bereits sieben Jahre dauernden Prozesse gegen das Windparkprojekt Schwyberg ist ihnen jedoch die Verbissenheit der Umweltschutzkreise gegen die Nutzung erneuerbarer Energien ein Rätsel. Denn es sind genau die gleichen Umweltschutzkreise, die einen vorzeitigen Ausstieg aus der Kernenergie verlangen und sich folglich dafür einsetzen sollten, dass die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien möglichst erleichtert wird. In Freiburg konnte bis zum heutigen Tag noch keine einzige Windenergieanlage gebaut werden, obwohl im Kanton ein grosses Potenzial dafür identifiziert wurde.

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