Versicherungspflicht

Gemäss Bundesgesetz vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung (KVG) muss sich jede in der Schweiz wohnhafte Person für die Krankenpflege versichern oder von ihrem gesetzlichen Vertreter versichert lassen. Für die Einhaltung der Versicherungspflicht sind die Kantone zuständig.

Im Kanton Freiburg sind die Gemeinden verantwortlich für die Kontrolle der Mitgliedschaft bei einem anerkannten Versicherer. Nach den geltenden Gesetzesbestimmungen muss jede im Kanton wohnhafte Person oder ihre gesetzliche Vertretung innert einem Monat nach der Wohnsitznahme oder Geburt dem Gemeindebüro eine Versicherungsbescheinigung vorlegen.

Studierende aus anderen Ländern mit Aufenthaltsort Stadt Freiburg müssen die entsprechenden Unterlagen an folgender Stelle abgeben:

Dienst für Sozialhilfe und der Krankenversicherungsmitgliedschaft
Spitalgasse 2
1700 Freiburg
Telefon: 026 / 351 76 13
assurances.sociales@ville-fr.ch

Personen mit Grenzgängerbewilligung (G-Ausweis) müssen grundsätzlich auch in der Schweiz versichert sein. Grenzgänger/innen aus Frankreich, Deutschland, Italien oder Österreich können jedoch unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin in ihrem Wohnland versichert bleiben.

Freistellung von der Versicherungspflicht

Die Befreiung von der Versicherungspflicht bestimmt sich nach der Bundesverordnung vom 27. Juni 1995 über die Krankenversicherung (KVV).

Unter bestimmten Voraussetzungen können namentlich folgende Personenkategorien von der Versicherungspflicht in der Schweiz befreit werden:

  • Personen, die sich im Rahmen einer Aus- oder Weiterbildung in der Schweiz aufhalten, wie Studierende, Schülerinnen und Schüler, Praktikantinnen und Praktikanten.

Gemäss den Bestimmungen der eidgenössischen Gesetzgebung über die Krankenversicherung und des Abkommens über den freien Personenverkehr müssen Personen, die in der Schweiz arbeiten, grundsätzlich eine Krankenversicherung in der Schweiz abschliessen. Ein Verzeichnis der zugelassenen Krankenversicherer ist auf der Website des Bundesamtes für Gesundheit verfügbar.

Personen mit G-Ausweis, die aus einem Nachbarland in die Schweiz kommen, können jedoch von der Versicherungspflicht befreit werden, wenn sie über eine gleichwertige Krankenversicherung in ihrem Herkunftsland verfügen. Es gelten folgende Bestimmungen:

Freistellungsgesuch – praktisches Vorgehen


Die Freistellungsgesuche müssen direkt im Gemeindebüro der Wohngemeinde (für Personen mit Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung) oder beim Amt für Gesundheit (für Personen mit G-Ausweis) abgegeben werden.

a) Von den bilateralen Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft betroffene Länder, Island und Norwegen :
 
Studierende aus diesen Ländern können von ihrem Versicherer die Bescheinigung als provisorischer Ersatz für die europäische Krankenversicherungskarte ausfüllen lassen, sofern dieser durch die von der Europäischen Gemeinschaft erstellte Liste der Versicherer betroffen ist.

 
b) Andere Länder :

Studierende aus anderen Ländern können von ihrem Versicherer das Formular Bescheinigung des ausländischen Versicherers zwecks Freistellung von der Versicherungspflicht in der Schweiz ausfüllen lassen.