News

Kanton Freiburg unterzeichnet Charta zur Lohngleichheit im öffentlichen Sektor

Der Staatsrat des Kantons Freiburg, vertreten durch Staatsrat Georges Godel, hat heute Nachmittag in Bern die Charta "Lohngleichheit im öffentlichen Sektor" unterzeichnet. Diese Charta, die den Vorbildcharakter der öffentlichen Hand bei der Lohngleichheit hervorhebt, stand im Zentrum des zweiten nationalen Treffens zur Förderung der Lohngleichheit in der öffentlichen Verwaltung.

Zusammen mit 25 Kantonen und Gemeinden sowie dem Bund hat der Kanton Freiburg die Charta zur Lohngleichheit im öffentlichen Sektor unterzeichnet. Die Charta bekräftigt die Entschlossenheit der unterzeichnenden Behörden, Lohngleichheit in ihrem Einflussbereich umzusetzen. Sie soll ein Signal an öffentliche und private Arbeitgeber aussenden und eine möglichst breite Wirkung entfalten. Konkret soll die Lohngleichheit regelmässig überprüft werden, sowohl innerhalb der Verwaltung als auch in Unternehmen, die von der öffentlichen Hand Aufträge oder Subventionen erhalten. Die Charta hat keine verbindliche Rechtswirkung.

Für den Staatsrat des Kantons Freiburg geht die Unterzeichnung der Charta für Lohngleichheit im öffentlichen Sektor in die gleiche Richtung wie der Plan für die Gleichstellung von Frau und Mann in der kantonalen Verwaltung (PGKV), den er im vergangenen Juni vorgestellt hatte. Dieser Aktionsplan umfasst 25 Massnahmen im Hinblick darauf, den Staatsangestellten gute Arbeitsbedingungen zu bieten, qualifiziertes Personal zu finden und halten zu können, gute Dienstleistungen zu erbringen und einen reibungslosen Dienstbetrieb zu gewährleisten.

In der Schweiz kommt der öffentlichen Hand mit einem jährlichen Beschaffungsvolumen von rund 36 Milliarden Franken und über 300 000 Vollzeitstellen eine grosse volkswirtschaftliche Bedeutung zu. "Die öffentliche Hand muss bei der Lohngleichheit Vorbild sein und ihren Einfluss nutzen", sagte Bundesrat Alain Berset in seiner Eröffnungsrede zum zweiten nationalen Treffen in Bern. Er lud alle Gemeinden und Kantone dazu ein, die Charta mitzuunterzeichnen, die jederzeit zur Unterzeichnung offen steht.

Am zweiten nationalen Treffen zur Förderung der Lohngleichheit in der öffentlichen Verwaltung konnten die Regierungsvertreter von Bund, Kantonen und Gemeinden auch erfolgreiche Praxisbeispiele austauschen, die zeigen, dass verschiedene Gemeinden und Kantone bereits wirkungsvolle Massnahmen zur Überprüfung der Lohngleichheit ergriffen haben. Zudem hat das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) eine neue Internetplattform mit nützlichen Informationen und Instrumenten rund um das Thema Lohngleichheit geschaffen (www.plattform-lohngleichheit.ch).