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Staatsschatzverwalter Daniel Berset tritt in den Ruhestand

Nach mehr als 24 Amtsjahren als Staatsschatzverwalter tritt Daniel Berset am kommenden 30. September in den Ruhestand. Bekannt und geschätzt für seine grosse Sachkompetenz, hat er sehr viel für die umsichtige Verwaltung des Finanzhaushalts unseres Kantons geleistet. Das Verfahren für die Nachfolgeregelung wird demnächst eingeleitet.

Daniel Berset, geboren 1951, ist seit dem 22. Mai 1990 Staatsschatzverwalter. Nach bestandener Matura am Kollegium St. Michael und seinem Lizenziat in Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität Freiburg wurde er 1974 als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Statistischen Abteilung des Staates angestellt. Ab 1979 arbeitete er als Wirtschaftswissenschaftler bei der Finanzdirektion, und zwei Jahre später wurde er zum Chef der Abteilung Finanzplanung und Budgetkontrolle ernannt. 1990 erfolgte seine Wahl zum Staatsschatzverwalter durch den Grossen Rat auf Antrag des Staatsrates, ein Amt, das der Finanzdirektion untersteht. 2002 wurde Daniel Berset wiedergewählt und 2007 vom Staatsrat in seinem Amt bestätigt.

Als Leiter der Finanzverwaltung wacht der Staatsschatzverwalter über die Staatsfinanzen und erarbeitet die Grundlagen für die Finanzpolitik. Er koordiniert das Jahresbudget sowie die periodische Finanzplanung. Für den Staatsrat ist der Staatsschatzverwalter federführend bei der Prüfung aller Projekte mit finanziellen Auswirkungen für den Kanton. In diesem Zusammenhang berät er auch die Direktionen und Verwaltungseinheiten bei komplexen finanzrelevanten Geschäften. Der Staatsschatzverwalter schlägt ausserdem auch Massnahmen vor, mit denen sich die verfassungsrechtlichen Vorschriften über das Haushaltsgleichgewicht einhalten lassen, und sorgt für deren Umsetzung. Er überwacht die finanziellen Beziehungen mit dem Bund, insbesondere in Bezug auf den Finanzausgleich und die Verbindungen mit der Schweizerischen Nationalbank. Er ist für die Staatsbuchhaltung und die Zahlungen verantwortlich und kümmert sich zudem um Budgetkontrolle und Tresorerie. Eine weitere Aufgabe des Staatsschatzverwalters ist die Leitung der periodischen Überprüfung der Subventionen und der leistungsorientierten Führung.

Zu den jüngsten Projekten, die Daniel Berset als Staatsschatzverwalter geleitet hat, gehören insbesondere die Umsetzung der Verfassungsvorschriften über das Haushaltsgleichgewicht, die Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung des Bundes mit seinen Folgen für den Staat und die Gemeinden, das Subventionsgesetz und die leistungsorientierte Führung, die Anpassung des Finanzhaushaltsgesetzes an die Einführung des neuen Harmonisierten Rechnungslegungsmodell (HRM2), die Aufstellung und Koordination mehrerer Spar- und Strukturmassnahmenprogramme sowie der Bericht über Steuererleichterungen und sonstige Wirtschaftsförderungsmassnahmen.

Der Staatsschatzverwalter vertritt den Staat oder die Finanzdirektion in verschiedenen Arbeitsgruppen, Kommissionen und Verwaltungsräten, er ist in zahlreichen Projekten und strategischen Arbeiten aktiv. So hat Daniel Berset als Präsident oder Mitglied in verschiedenen Kommissionen und Arbeitsgruppen mitgewirkt, insbesondere im Hinblick auf die Reform der Spitaleinrichtungen, die neue Spitalfinanzierung, Bluefactory sowie Gesetzesentwürfe im Behindertenbereich und den interkommunalen Finanzausgleich. Er war auch aktiv in den Organen, die sich mit den Pflegeheimen, dem Verkehr, dem Tourismus, den FH und der Kultur befassen. Ausserdem war er Mitglied in Kommissionen für wichtige Grossprojekte wie Pérolles II, Berufsfachschule Technik und Kunst, Poyabrücke. Daniel Berset vertritt den Staat in mehreren Verwaltungsräten, unter anderem in der RMF SA, der Agy Expo SA und der Kantonalen Lehrmittelverwaltung, und ist vor kurzem auch zum Vorstandsmitglied der Pensionskasse des Staatspersonals Freiburg ernannt worden.

Der Staatsrat spricht Daniel Berset seine Wertschätzung und Anerkennung dafür aus, dass er sein Können und seine Erfahrung in den Dienst des Kantons Freiburg gestellt und damit aktiv zu einer umsichtigen Haushaltsführung des Kantons Freiburg beigetragen hat.