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Das Gleichstellungsgesetz anwenden

Haben Sie in Ihrem Berufsalltag mit dem Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann (GlG) zu tun oder möchten Sie Ihre Kenntnisse darüber vertiefen? Dann sind Sie in dieser Weiterbildung richtig.

Dienstag, 21. Januar 2014, 9:00 bis 17:00
Universität Freiburg, Site Pérolles II, Auditorium G120, Bd de Pérolles 90, Freiburg

Obwohl bereits seit 1996 in Kraft, ist das Gleichstellungsgesetz (GIG), das die faktische Gleichstellung im Erwerbsleben fördern soll, bei den Juristinnen und Juristen und erst recht beim breiten Publikum noch wenig bekannt.

Das GIG verbietet jegliche Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, namentlich im Zusammenhang mit dem Zivilstand oder der Familiensituation. Es ist sowohl auf privatwirtschaftliche Arbeitsverhältnisse, welche dem Obligationenrecht unterstehen, wie auch auf öffentlich-rechtliche Arbeitsverhältnisse des Bundes, der Kantone und der Gemeinden anwendbar. Das GIG gilt dabei insbesondere für die Anstellung, die Aufgabenzuteilung, die Gestaltung der Arbeitsbedingungen, die Entlöhnung, die Ausbildung, die Beförderung und die Entlassung. Zudem widmet sich ein Artikel des GIGs ausschliesslich der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz. Diese wird darin als schwere Diskriminierung aufgrund des Geschlechts anerkannt.

In dieser Weiterbildung werden das GIG und die Verfahren vorgestellt und die damit verbundenen komplexen juristischen Fragen diskutiert.
Die Teilnehmenden der Weiterbildung werden sich am Vormittag dem theoretischen Hintergrund widmen, und am Nachmittag mehr über die praktische Anwendung des GIGs lernen. Dazu werden anhand von fiktiven Fällen Szenen aufgeführt, an welchen die Besonderheiten des GlGs und die entsprechenden Ausnahmen in der Zivilprozessordnung aufgezeigt werden.

Die Veranstaltung richtet sich an Vertretende der Rechtsberufe (Richter/innen, Mitglieder der kantonalen Schlichtungskommission für die Gleichstellung der Geschlechter im Erwerbsleben, Anwältinnen und Anwälte, Juristinnen und Juristen, Rechtsberater/innen), an Gewerkschaften, Berufsverbände, Personalverantwortliche und an alle weiteren an Gleichstellungsfragen Interessierten.

Das vollständige Programm sowie das Einschreibeformular befinden sich im Anhang.
Die Anmeldungen sind noch bis am 17. Januar offen.