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Natürliche Verhütungsmethoden
Die natürlichen Methoden der Verhütung verlangen eine genaue Beobachtung des Zyklus. Die Zeichen und Symptome für die fruchtbaren und unfruchtbaren Zeiten des Monatszyklus müssen erlernt werden.
Sie setzen voraus, dass das Paar während der fruchtbaren Zeit auf den Geschlechtsverkehr verzichtet oder sich mit einem anderen Mittel schützt (z.B. Kondom).
Temperaturmethode
Diese besteht darin, dass jeden Morgen vor dem Aufstehen die Temperatur gemessen wird, um die fruchtbare oder unfruchtbare Zeit des Zyklus festzustellen. Die Temperaturmessung erfolgt ab dem 5. Tag des Zyklus und endet mit dem ersten Tag der nächsten Menstruation (Periode). Die Messwerte werden auf eine Tabelle übertragen und ergeben die Temperaturkurve. In der Zeit des Eisprungs steigt die Temperatur leicht an. Nach 3-4 Tagen Temperaturhochlage ist bis zur nächsten Menstruation kein Einsprung (Ovulation) mehr zu erwarten. Die Temperaturmessung verlangt Genauigkeit und muss erlernt werden.
Diese Methode ist wirksamer, wenn sie mit weiteren Beobachtungen ergänzt wird.
Billingsmethode
Sie beruht auf der Beobachtung, dass sich der Zervixschleim im Gebärmutterhals während des Menstruationszyklus unter dem Einfluss der Hormone verändert. Die Frau beobachtet diese Veränderungen oder fühlt sie mit dem Finger. Der Schleim nimmt eine andere Konsistenz während der fruchtbaren Phase des Zyklus an. Dadurch lernt die Frau zwischen fruchtbaren und unfruchtbaren Zeiten zu unterscheiden.
Sympto- thermale Methode
Diese Methode vereint alle beobachtbaren Veränderungen im Verlauf des Zyklus:
- Temperaturmessung
- Beobachtung des Zervixschleims
- Tasten des Muttermundes
Sie verlangt zusätzlich regelmässigen Schlaf. Die Wirksamkeit dieser Methode ist abhängig von der Motivation des Paares und davon, ob es sich an die Regeln hält.
Alle diese Methoden erfordern eine genaue und tägliche Beobachtung.
Eine „Lehrzeit“ von 6 bis 12 Monatszyklen ist nötig, möglichst unter Anleitung einer erfahrenen Person. Diese Methoden schützen nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen und HIV.
Informations annexes
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