Methoden für den Schwangerschaftsabbruch

Methoden für den Schwangerschaftsabbruch

Zwei Methoden kommen in Frage

Medikamentöser Schwangerschaftsabbruch bis zur 7. Woche
Chirurgischer Schwangerschaftsabbruch bis zur 12. Woche

Die Risiken sind bei beiden Methoden sehr gering. Ernsthafte Komplikationen treten in weniger als 1% der Fälle auf. Spätere Probleme sind selten. Der Schwangerschaftsabbruch wirkt sich nicht auf die künftige Fruchtbarkeit aus.
 
Medikamentöse Methode (Mifegyne)
 
Möglich bis zur 7. Schwangerschaftswoche, vermeidet Anästhesie und chirurgischen Eingriff
 
Der Schwangerschaftsabbruch erfolgt ambulant mit Hilfe zweier Medikamente

  • Das erste (Mifegyn) stoppt die Entwicklung des Embryos.
  • Das zweite (eine geringe Dosis des Hormons Prostaglandin) bewirkt Kontraktionen der Gebärmutter, so dass der Embryo ausgestossen wird.

Die Frau nimmt das erste Medikament beim Arzt ein und zwei Tage später das zweite. Nach der Einnahme des zweiten bleibt sie einige Stunden unter ärztlicher Überwachung.
 
Die meisten Frauen verspüren Schmerzen wie bei der Periode. Gelegentlich können sie stärker sein, so dass ein Schmerzmittel  verabreicht wird.
 
In der Regel erfolgt 8-14 Tage später eine gynäkologische Kontrolluntersuchung mit Ultraschall.
 
Allfällige Komplikationen

  • Es können starke Blutungen auftreten.
  • Eine unvollständige Abstossung des Embryos erfordert eine Küretage.

Chirurgische Methode
Bis zur 12. Woche möglich
 
Der Schwangerschaftsabbruch erfolgt unter Vollnarkose und wird nicht bei bewusst erlebt. Der Embryo wird abgesaugt und eine Küretage verhütet, dass Rückstände in der Gebärmutter bleiben.
 
Nach dem Eingriff treten Blutungen auf, wie bei der Periode. Schmerzen sind selten.
 
Gynäkologische Kontrolluntersuchung nach 4-6 Wochen.
 
Allfällige Komplikationen

  • Verletzungen des Gebärmutterhalses und der Gebärmutterwand
  • Infektion
  • Starke Blutungen