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Hotel des Alpes gewinnt Preis Migration und Arbeit 2015 für seinen Beitrag zur beruflichen Qualifikation von arbeitslosen Migrantinnen und Migranten

Heute Freitag hat die Kommission für die Integration der Migrantinnen und Migranten und für Rassismusprävention (KMR) dem Hotel des Alpes in Düdingen den Preis Migration und Arbeit verliehen. Der Preis belohnt das Unternehmen für sein Ausbildungsprogramm in den Berufen der Hotellerie und Gastronomie, das sich an Arbeitsuchende, mehrheitlich mit Migrationshintergrund, richtet.

Nach zwei Gewinnern aus dem Greyerzbezirk - Gachet Ruffieux SA (Charmey) 2011 und JPF Construction SA (Bulle) 2013 - wird dieses Jahr ein Arbeitgeber des Sensebezirks mit dem Preis Migration und Arbeit ausgezeichnet: die öffentliche Gaststätte Hotel des Alpes, die seit 1997 vom Trägerverein Gastro Projekt Freiburg geführt wird. In Anwesenheit von Staatsratspräsident Erwin Jutzet und der Gemeindevertreterinnen und -vertreter von Düdingen überreichte die Präsidentin der KMR und Grossrätin Erika Schnyder heute dem Präsidenten von Gastro Projekt Freiburg, Anton Näpflin, den Preis Migration und Arbeit.

Das Hotel des Alpes hat sich zum Ziel gesetzt, die berufliche Wiedereingliederung von Arbeitslosen zu fördern, indem ihnen eine Grundausbildung in den verschiedenen Berufen der Hotellerie und Gastronomie (Küche, Service/Buffet, Hausdienst) ermöglicht wird. Das Hotel des Alpes nimmt einen Leistungsauftrag des Amts für den Arbeitsmarkt für die dauerhafte Bereitstellung von 22 Ausbildungsplätzen für die Programmteilnehmenden wahr.

Obwohl sich das Programm nicht speziell an Migrantinnen und Migranten richtet, stellen diese die Mehrheit der Auszubildenden. So waren 2013 von den 135 Programmteilnehmenden drei Viertel Migrantinnen und Migranten aus 36 verschiedenen Nationen.

Eine von drei Personen findet eine Stelle
Die KMR ist der Ansicht, dass das Hotel des Alpes einen wichtigen Beitrag zur Integration der Migrantinnen und Migranten auf dem Arbeitsmarkt leistet, und dies mit einer spezifischen und konkreten Massnahme, die sich sowohl durch ihre Qualität als auch durch ihre Vielseitigkeit abhebt. So wird den Teilnehmenden, die über keine ausreichenden Kenntnisse einer Kantons¬sprache verfügen, zusätzlich ein Sprachkurs angeboten. Die erfolgreichsten Teilnehmenden können ihre Ausbildung ausserdem mit einer Attestprüfung bei Gastro Fribourg und einem Diplom abschliessen. Die KMR lobt zudem, dass die berufliche Eingliederung ganzheitlich und langfristig betrachtet wird und dass das Ausbildungsprogramm Theorie und Praxis verbindet. Auch die ausgesprochene Dauerhaftigkeit des Projekts und sein Erfolg haben die Kommission überzeugt: 2013 haben 33 von 135 Teilnehmenden die Prüfung von Gastro Fribourg bestanden und 38 haben eine Stelle gefunden.