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Weiterbildungsprogramm für die Erwachsenenbildung im Migrationskontext

Auf Initiative der kantonalen Kommission für Erwachsenenbildung ist ein von mehreren Partnern getragenes Weiterbildungsprogramm für die Erwachsenenbildung im Migrationskontext entwickelt und eingerichtet worden. Dieses neue Angebot entspricht einem konkreten Bedürfnis; zudem wird damit das Bildungsangebot für weniger gut ausgebildete Personen erweitert.

Gemäss einer jüngst vom Bundesamt für Migration (BFM) durchgeführten Studie haben Personen im Asylbereich im Allgemeinen grössere Bedürfnisse als die übrigen Migrantinnen und Migranten, insbesondere was das Erlernen der Sprache, die berufliche Eingliederung auf dem Schweizer Arbeitsmarkt, soziale Fragen und die Gesundheitsförderung betrifft.

Die Integration von Migrantinnen und Migranten in unsere Gesellschaft ist eine zentrale Herausforderung des staatlichen Handelns. Behörden auf Bundes-, Kantons- wie auch Gemeindeebene haben die Aufgabe, die Integration zu fördern. Diese erfolgt in erster Linie über die Kenntnis der ortsüblichen Sprache. Seit mehreren Jahren bieten daher verschiedene Vereinigungen und Organisationen, die im Bereich der Integration tätig sind, eine breite Palette von Kursen an. Im Gesetz über die Erwachsenenbildung ist vorgesehen, dass der Staat zur Ausbildungsqualität beiträgt, indem er Kurse für die in der Erwachsenenbildung tätigen Personen organisiert.

Auf dieser Basis hat die kantonale Kommission für Erwachsenenbildung der Direktion für Erziehung, Kultur und Sport den Vorschlag unterbreitet, ein Projekt zur Ausbildung der im Migrationskontext tätigen Erwachsenenbildnerinnen und Erwachsenenbildner zu unterstützen. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit und Absprache mit verschiedenen Partnern erarbeitet, nämlich mit

• dem Delegierten für die Integration der Migrantinnen und Migranten
• der Koordinationsplattform für Sprachkurse an Migrantinnen und Migranten in Freiburg
(COLAMIF)
• dem Interprofessionellen Weiterbildungszentrum (IWZ)
• dem Kantonalen Sozialamt (GSD)

Die erste Aufgabe der mit der Umsetzung dieses Projekts betrauten Arbeitsgruppe bestand darin, den Bedarf zu ermitteln. So wurde bei den Ausbildnerinnen und Ausbildnern, die in den Vereinigungen und den Partnerschulen der COLAMIF tätig sind, eine entsprechende Befragung durchgeführt. Das definitive Konzept richtet sich an Lehrpersonen für Französisch als Zweitsprache, die Migrantinnen und Migranten unterrichten und mindestens ein halbes Jahr Erfahrung in diesem Bereich haben. Das IWZ wurde mit der Organisation und Durchführung dieser Kurse betraut.

Freiburg, 20. November 2009