Koordinationsgruppe für den Bodenschutz (KGBo)

Der Kanton Freiburg hat seit 2002 ein Konzept ausgearbeitet, welches auf einer koordinierten Umsetzung des Bodenschutzes fusst. Regelmässig überarbeitet, dient dieses Konzept dem gesteigertem Schutz von land- und forstwirtschaftlichen Böden, sowie Böden in den Siedlungsgebieten

Im Unterschied zu anderen Kantonen verfügt der Kanton Freiburg über keine eigentliche Bodenschutzfachstelle. Verschiedene Stellen in zwei Direktionen (Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft (ILFD); Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion (RUBD) führen Bodenschutzaufgaben aus.

Gemäss der kantonalen Verordnung über den Bodenschutz vom 20. August 2002 (RSF 811.11) sind die Aufgaben für den qualitativen Bodenschutz folgendermassen aufgeteilt:

  • für die landwirtschaftlichen Böden: die für die Landwirtschaft zuständigen Amtsstellen (LwA, LIG)
  • für die Böden im städtischen Gebiet: das Amt für Umwelt
  • für die Waldböden: das Amt für Wald, Wild und Fischerei

Für den quantitativen Bodenschutz ist das Bau- und Raumplanungsamt zuständig.

Eine Koordinationsgruppe (KGBo) wurde aufgebaut, um die Vereinheitlichung von Arbeitsstrategien, sowie den Informations- und Erfahrungsaustausch zu ermöglichen. Das Amt für Umwelt hat den Vorsitz in dieser Arbeitsgruppe.

Aufgaben der Koordinationsgruppe für den Bodenschutz

  • Erfahrungsaustausch und Entwicklung von gemeinsamen Arbeitsstrategien und -instrumenten zwischen den Amtsstellen
  • Information und Sensibilisierung für den Wert der Böden und deren Schutz
  • Erarbeitung und Vervollständigung der Datengrundlagen über den Zustand der landwirtschaftlichen, städtischen Böden, sowie der Waldböden
  • Schutz der Böden gegen Belastungen wie Erosion, Verdichtung oder chemischen und biologischen Belastungen
  • Bewahrung der besten ackerfähigen Kulturflächen und Sicherstellung der Fruchtfolgeflächen
  • Bodenschutzstrategien in Zusammenarbeit mit den betroffenen Berufskreisen