Der Freiburger Wald

Jungwuchs

Im Wandel der Zeit
Zu einer Zeit, da das Freiburgerland noch nicht vom Menschen besiedelt war, bedeckten riesige Naturwälder das Gebiet, welche da und dort durch Seen und Moore unterbrochen wurden. In den höheren Lagen bestimmte das Klima die Waldgrenze.
Der ursprüngliche Wald war dem Ackerbau betreibenden Menschen ein Hindernis. Durch dessen Rodungseifer verringerte sich die Waldfläche innerhalb beinahe 2000 Jahren drastisch.
Im Laufe der Jahrhunderte hat sich die Beziehung des Menschen zum Wald grundlegend verändert. Der Wald wurde zu seinem Verbündeten, nicht nur als wichtiger Rohstofflieferant, sondern auch als Schutz gegen Naturgefahren, als Erholungsort oder einfach als Ort der Ruhe und des Wohlbefindens.
Dank einer sachgerechten Gesetzgebung, aber auch infolge des Verzichts auf die Bewirtschaftung der weniger wertvollen Landwirtschaftsflächen nimmt die Waldfläche heute erneut leicht zu.


Der Wald auf der Landkarte
Wo befinden sich die grossen Waldgebiete des Kantons?
Die grossen Waldgebiete befinden sich in den Voralpen. In den anderen Regionen bedeckt der Wald meist nur die, für die Landwirtschaft weniger geeigneten Gebiete, wie etwa Nordhänge, Hügel, Ufer der Wasserläufe oder tief eingeschnittene Täler.
Trotzdem findet man im Mittelland einige grosse Waldareale, wie zum Beispiel die Staatswälder Bouleyres, Belmont, Berley-Chanéaz, Galmwald usw.

Der Wald in Zahlen
Die Waldfläche des Kantons
Der Wald bedeckt beinahe einen Viertel der Fläche des Kantons (25%); dies sind ungefähr 42'000 Hektaren. Der Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche beträgt hingegen 59%.

Welche Bäume findet man in unseren Wäldern?
Unser Wald setzt sich aus mehr als 30 verschiedenen Baumarten zusammen. Die drei Hauptbaumarten jedoch, Fichte, Buche und Tanne, machen 90% des stehenden Volumens aus.

BaumartFreiburgSchweiz
Fichte54%48%
Tanne13%14%
andere Nadelhölzer4%9%
Total Nadelholz71%71%
Buche21%17%
andere Laubhölzer8%12%
Total Laubholz29%29%
(Quelle: Landesforstinventar 1993-1995)