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Le chêne de Merlin
| Baumart : | Quercus sp. |
| Eiche sp. | |
| Höhe : | 32 m |
| Durchmesser : | Doppelstamm (97 und 85 cm) |
| Kronenschirmfläche : | 195 m2 |
| Koordinaten : | 567'585 / 160'760 |
| Höhe über Meer : | 945 m |
| Gemeinde : | Gruyères |
| Landeskarte 1: 25'000 : | n°1225, Gruyères et n°1224, Moudon |
Am Waldrand unterhalb des ehemaligen Klosters La Part-Dieu steht eine wunderschöne, efeu- und moosbedeckte Eiche. Ihr Anblick ist besonders eindrücklich, wenn man vom Wald her kommt.
Auf einem alten Weg, der sich durch einen kaum mehr genutzten Wald aufwärts schlängelt, lassen sich übrigens mehrere stattliche Zeugen sehen: ganz in der Nähe der Brücke, die über die Trême führt (auf der Karte mit einem Stern bezeichnet), befindet sich zum Beispiel eine der grössten Fichten des Kantons (45m Höhe, 92 cm Durchmesser). Ein bisschen weiter oben im Wald gibt es auch ein paar stolze Buchen. Nähert man sich dann dem Waldrand, und geht man dabei um mehrere dicke moosige Strünke herum, so steht man plötzlich vor dieser riesigen, von Moosen und Efeu bedeckten Eiche. War nicht gerade Merlin, der Zauberer, da?
Ursprünglich gediehen hier zwei junge Eichen, deren Stämme sich beim Heranwachsen vereinten. Die Wulst vom Zusammenschluss ist noch gut erkenntlich. Der dem Freien zugewendete Schaft strebt nach Licht, ist etwas geneigt und stark von Efeu überwuchert, während der dem Wald zugewandte Stamm gerade weiter wächst und zahlreiche Klebäste aufweist. In der Trennungsfurche der beiden Schäfte haben gar zwei junge Buchen Wurzeln geschlagen.
Auf dem „Sentier des pauvres“ (im Gelände gut sichtbar, auf der Karte aber nicht notiert) gelangt man zum ehemaligen Kloster La Part Dieu. Dabei durchquert man diesen reizvollen Wald und kommt vorbei an alten Mauern und am „Toboggan“. Diese Wasserrutsche wurde hier offensichtlich zum Entwässern des zu rutschgefährdeten Geländes errichtet! Den Pfad benützten früher die armen Leute von Bulle, die einmal pro Woche hinauf zum Kloster in die Messe kamen und danach eine Suppe erhielten.
