Schutzbauten

Schutzbauten und -massnahmen

Schutzbauten und -massnahmen Lawinenschutzverbauung aus den 1960er Jahren (Jaun FR, 2006). In dieser Höhenlage wären temporäre Verbauungen aus Holz eine gute Lösung gewesen, weil nun der einwachsende Wald die Schutzwirkung übernimmt.

Wo Menschen und wichtige Sachwerte durch Naturgefahren bedroht sind, können technische Schutzbauten oder Schutzmassnahmen die Risiken verhindern oder verkleinern. Damit solche aufwändigen Massnahmen vertretbar sind, müssen die Kosten dem Nutzen gegenübergestellt werden. Auch wenn Schutzmassnahmen ausgeführt sind, bedeutet dies nie eine absolute Sicherheit.

Je nach Art der Prozesse und je nach Ort (Ausbruch-, Transit- oder Ablagerungsgebiete) sowie Zielsetzung der Interventionen kommen sehr unterschiedliche Bauten zur Anwendung.

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Dreibeinböcke („Ogi-Böcke“) aus dauerhaftem Kastanienholz (Jaun FR, 2006). Diese Massnahme gegen Gleitschnee ermöglicht eine natürliche Wiederbewaldung der potenziellen Lawinenanrissfläche.

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Zerstörtes Schutznetz aus dem Jahr 1986 (Tafers FR, Galterntal, 2006). Ein Ersatz mit stärkeren Netzen war notwendig.

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Steinschlag-Schutzdamm (Mattertal VS, 2005). Solche grossen Anlagen müssen sehr sorgfältig geplant sein (z.B. Gefahr eines Wasserstaus mit denkbarem Grundbruch), und auch die Bewirtschaftung ist wie bei einem gewöhnlichen Geschiebesammler zu planen.

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Wildbachverbauung aus Holz (Semsales FR, 2007). Diese Massnahme verhindert eine Tiefenerosion, welche zu seitlichem Nachrutschen der Einhänge und zu Murgängen führen könnte. Diese naturnahe, flexible Bauweise ist besonders geeignet für kleinere Gerinne in instabilem Gelände.

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Sperrentreppe in einem Wildbauch (Semsales FR, 2007). Die Lebensdauer ist variabel, sie kann je nach Umständen 60 - 80 Jahre erreichen. Diese Bauweise ist im Hinblick auf ein optimales Verhältnis Kosten - Wirkung oft die beste Lösung.