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Neue Instrumente für den Umgang mit Naturgefahren auf kommunaler Ebene

Von den 120 000 Gebäuden, die im Kanton Freiburg erfasst sind, sind 23 000 potenziell den gravitativen Naturgefahren (Lawinen, Erdrutsche, Steinschlag und Felssturz, Hochwasser und Murgänge) ausgesetzt. Dasselbe gilt für 23 % der Kantons- und Gemeindestrassen (insgesamt 970 km). Die davon betroffenen Sektoren liegen nicht nur in den Voralpen, sondern auch im Mittelland. Es ist somit unerlässlich, die Naturgefahren bei der Gebietsentwicklung zu berücksichtigen. Vor diesem Hintergrund wurden die Daten über die Exposition von Gebäuden in die Online-Karten des Kantons integriert. Zudem steht den Gemeinden neu eine Arbeitshilfe für das Risikomanagement zur Verfügung.

Zu den Aufgaben der Gemeinden gehört der Schutz der Bevölkerung und der Infrastrukturen vor den gravitativen Naturgefahren. Um das gewünschte Sicherheitsniveau zu erreichen, treffen sie Massnahmen, um vorzubeugen, zu schützen und vorauszuschauen.
Mit dem Ziel, die Gemeinden dabei zu unterstützen, hat die Naturgefahrenkommission eine Arbeitshilfe herausgegeben, die über die Online-Karten sowie auf den Websites des Amts für Wald, Wild und Fischerei, des Amts für Umwelt und des Bau- und Raumplanungsamts zur Verfügung steht. Die Arbeitshilfe gibt knapp und konkret über die Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Gemeinden sowie über die ihnen zur Verfügung stehende technische und finanzielle Unterstützung Auskunft.
Zudem wurden auf den Online-Karten die Daten über die Exposition von Gebäuden hinzugefügt. Auf diese Weise können die Gemeinden die Gebäude identifizieren und verorten, die Naturgefahren ausgesetzt sind, und auf einfache Weise beurteilen, wo und in welchem Ausmass ihr Gebiet von den gravitativen Naturgefahren betroffen sind.