Beim Sommersmog handelt es sich um eine Luftverschmutzung, die durch so genannte Vorläufersubstanzen hervorgerufen wird, die sich unter intensiver Sonnenbestrahlung chemisch verändern. Ozon ist der wichtigste Schadstoff, der durch diese photochemischen Reaktionen entsteht. Der Sommersmog tritt vor allem im Sommerhalbjahr während Phasen mit hoher Sonneneinstrahlung auf.
Überschreiten die Ozonkonzentrationen wiederholt und deutlich den Immissionsgrenzwert, so wird von einer Sommersmog-Situation gesprochen.
 
Hier gelangen Sie zur Tabelle mit den Messstationen in der Schweiz, die am heutigen Tag mehr als 180 µg/m³ Ozon messen (europäischer Informations-Schwellenwert, s. a. Rubrik Smogbekämpfung). Einen guten Überblick über die Ozonsituation in der Schweiz. erhalten Sie durch folgende Karte.
 
Wie sieht die Situation im Kanton Freiburg aus? Sie finden präzise Angaben zur Situation im Kanton Freiburg auf unser Internetseite Aktuelle Situation.
 
Es ist möglich, dass unsere Messstation Freiburg, Pérolles-Ebene, deutlich mehr oder deutlich weniger Ozon misst als andere Stationen in der Schweiz. Wie ist dies zu erklären? Gründe können sein:

  • Es gibt generelle regionale Belastungsunterschiede. Der grösste Unterschied ist zwischen der Alpennord- und -südseite zu beobachten. Allgemein werden im (Süd-) Tessin die schweizweit höchsten Ozonkonzentrationen gemessen. Ursache dafür sind einerseits die höheren Temperaturen und die längere Sonnenscheindauer und andererseits die Nähe zur stark belasteten Poebene mit der Grossagglomeration Mailand.
  • Unterschiede gibt es auch innerhalb der Alpennordseite. So werden im Mittelland tiefere Ozonkonzentrationen gemessen als in mittleren Höhenlagen (um 1000 m über Meer) aber höhere auf dem Land als in der Stadt.
  • Regionale Unterschiede können auch auf ungleiche Wetterbedingungen zurückzuführen sein.
  • Die Ozonkonzentration schwankt im Verlaufe des Tages stark. Die höchsten Werte sind üblicherweise am späten Nachmittag zu beobachten.
     
    Die folgende Karte veranschaulicht diese regionalen Belastungsunterschiede. Sie zeigt die Anzahl Überschreitungen des Grenzwertes von 120 µg/m³, wie sie im Jahr 2000 aufgetreten sind.
sen_air_ozone_depassement2000