Oberflächengewässer

Das Gewässernetz des Kantons besteht aus 15 Haupt- oder Zwischeneinzugsgebieten sowie 8 Seen, davon 3 grössere (Murten-, Greyerzer- und Schiffenensee).

Ein Fliessgewässer stellt einen Lebensraum dar, den es zu schützen gilt und der nicht nur das Wasser selber, sondern auch das Fluss- oder Bachbett, das Ufer sowie die dazugehörige Fauna und Flora umfasst. Der Zustand der Fliessgewässer wird nicht nur allein von den verschiedenen Verschmutzungen, sondern zu einem guten Teil auch von den Veränderungen ihres Wasserhaushalts, beispielsweise in Zusammenhang mit der Wasserkraftnutzung, der Entwässerung der besiedelten sowie der ländlichen Gebieten und dem Hochwasserschutz beeinflusst.

Die Lebensgemeinschaften im Wasser reagieren empfindlich auf die Morphologie und die Hydrologie sowie die Qualität der Gewässer.

Die meisten Freiburger Fliessgewässer – insbesondere in der Ebene – sind durch technische Eingriffe beeinflusst, wobei die Eindolung der Gewässer den stärksten Eingriff darstellt. Die Folge: Auch wenn sich der Zustand gewisser Abschnitte stark verbessert hat, zeigen die Ergebnisse der durchgeführten Untersuchungen dennoch, dass trotz der umfangreichen Sanierungsarbeiten nach wie vor fast die Hälfte der untersuchten Fliessgewässer ein qualitatives Defizit aufweisen.

In den Seen des Kantons ist der Phosphorgehalt von entscheidender Bedeutung. Seit dem Phosphatverbot in Waschmitteln im Jahre 1986 gelangt der grösste Teil des Phosphors durch die Auswaschung aus landwirtschaftlichen Böden (diffuse Verschmutzung) in die Seen. Seit 1986 hat der Phosphoreintrag indes deutlich abgenommen, vor allem im Murtensee, dessen Phosphorgehalt monatlich gemessen wird. Hingegen wird der Grenzwert von 4 mg/l für den Sauerstoffgehalt auf -40m nicht während des ganzen Jahres eingehalten. Dies ist zum Teil auf die starke Primärproduktion zurückzuführen – insbesondere beim Phytoplankton – die deutlich höher ist als in den übrigen Juraseen (Bieler- und Neuenburgersee).

Aufgaben des Amts für Umwelt

  • Überwachung und Kontrolle der Qualität der Oberflächengewässer (Hydrobiologie, Chemie)
  • Beurteilung der direkten und diffusen Verschmutzungsursachen
  • Beurteilung der Auswirkungen von Einleitungen in ein Gewässer
  • Ausarbeitung der regionalen Massnahmenpläne