Grundwasser

Grundwasser

Das Grundwasser deckt 75% des Trink- und Industriebrauchwasserbedarfs des Kantons, wobei 35% aus Quellen stammen und 40% aus Grundwasserleitern entnommen werden. Die restlichen 25% werden aus Seewasser gewonnen.

Der gesamte Trinkwasserverbrauch der Kantonsbevölkerung beträgt schätzungsweise 20 Millionen m³ pro Jahr, was etwa 220 Liter pro Einwohner und Tag (einschliesslich Industriebrauchwasser) entspricht.

Insgesamt gibt es 8’600 registrierte Wasserfassungen und Quellen. Die Qualität des verwendeten Grundwassers verursacht den meisten Gemeinden im Kanton keine grösseren Probleme. Allerdings mussten einige Gemeinden wegen des Verschmutzungsgrades des Grundwassers ihre Quellen aufgeben und sich an andere Versorgungsnetze anschliessen. Bei gewissen Fassungen muss das Wasser behandelt werden, damit es den Kriterien für Trinkwasser genügen kann. Dasselbe gilt für das Wasser, das oberirdischen Gewässern entnommen wird.

Zwar kann dank der Massnahmen zum Schutz der Trinkwasserfassungen, von denen einige noch realisiert werden müssen, verhindert werden, dass das Grundwasser durch Bakterien verseucht oder anderweitig verschmutzt wird. Doch bleibt das Grundwasser auch weiterhin ein gefährdetes Gut.

Aufgaben des Amts für Umwelt

  • Ausarbeitung und Vollzug der Massnahmenpläne zum Gewässerschutz
  • Ausscheidung der Gewässerschutzzonen und -bereiche (Geoportal www.geo.fr.ch, Themen Umwelt, Gewässerschutz, Gewässerschutzbereiche, Massstab 1:25'000)
  • Erstellung der Karte über den Stand der Wasserversorgung im Kanton
  • Ausarbeitung regionaler Wasserversorgungspläne
  • Festlegung einer klaren Schutzstrategie mit gesetzlichen Grundlagen
  • Umsetzung von verstärkten Grundwasserschutzmassnahmen