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Zur Behandlung der Abwässer stammend aus dem häuslichen und industriellen Gebrauch hat der Kanton Freiburg ein Netz von 27 ARA erstellt (Autigny, Broc, Bussy, Charmey, Châtonnaye, Corpataux-Magnedens, Corserey, Delley, Domdidier, Ecublens, Estavayer-le-Lac, Freiburg, Grolley, Kerzers, Lentigny, Marly, Misery, Montagny, Murten, Pensier, Posieux, Romont, Torny, Villarepos, Villars-sur-Glâne, Vuippens, Zumholz). Zu beachten ist, dass einige Gemeinden an ARA angeschlossen sind, die sich auf dem Gebiet der Kantone Bern oder Waadt befinden. Ebenso reinigen einige Gemeinden aus diesen Kantonen ihre Abwässer in ARA des Kantons Freiburg.
Anschlussgrad
Der gegenwärtige Anschlussgrad der Bevölkerung an eine zentrale ARA kann auf 92% geschätzt werden. Industrie und Gewerbe erreichen einen höheren Anschlussgrad (ca. 98%), da die Unternehmen gewöhnlich in den Agglomerationen angesiedelt sind. Den Rest der Bevölkerung, welcher sich ausserhalb des Bereichs der öffentlichen Kanalisationen befindet, ist grundsätzlich an eigene Kläranlagen oder an Güllengruben angeschlossen.
Analysen
Die gereinigten Abwässer müssen bestimmten Qualitätsanforderungen entsprechen bevor sie in Fliessgewässer oder Seen eingeleitet werden können. Im Rahmen der Überwachung der Funktionsweise der Kläranlagen gemäss GschV sind die Inhaber der ARA verpflichtet Selbstkontrollen zu realisieren und das Amt für Umwelt führt periodisch Analysen über die Qualität des Wassers und des Klärschlamms durch.
Funktionsstörungen
Aufgrund der durchgeführten Analysen lässt sich feststellen, dass die meisten ARA des Kantons einen zufriedenstellenden Betrieb leisten. Punktuelle oder dauerhafte Überschreitungen, welche eine Verschlechterung des Gewässerzustandes verursachen, werden jedoch regelmässig festgestellt. Die häufigsten Ursachen dieser Probleme sind folgende:
- Unzulänglichkeiten bei den ARA
Einige ARA sind alt (die Lebensdauer solcher Anlagen liegt in der Grössenordnung von 30 Jahren). Sie erfordern ein erhöhtes Bedürfnis an Reparaturen und stellen ein erhöhtes Risiko für Funktionsstörungen dar.
Einige Regionen haben eine raschere Entwicklung als bei der Dimensionierung ihrer ARA vorgesehen wurde erfahren und die Anlagen sind nicht mehr in der Lage das Wasser, welches sie erhalten wirkungsvoll zu behandeln.
Einige kleinere oder mittlere ARA, weniger leistungsfähig als die grossen Anlangen, können keine ausreichende Abwasserreinigung mehr leisten und sind meistens teurer.
In diesen Fällen sind Anpassungen an der Anlage notwendig (Aktualisierung, Vergrösserung oder Anschluss an einer ARA mit grösserer Kapazität).
- Unzulänglichkeiten beim Abwasserleitungsnetz
Bei einem grossen Teil der Abwässer, die in einigen ARA gelangen, handelt es sich um stetig anfallendes nicht verschmutztes Abwasser aus Drainagen, Brunnen, Reservoirüberläufen, Kühlkreisläufen und sogar Grundwasser, welches über undichte Kanalisationen einfliesst. Dieses nicht verschmutzte Abwasser beeinträchtigt die Funktionsweise der Kläranlagen erheblich.
Leicht verschmutztes Niederschlagswasser wird ebenfalls in die meisten ARA abgeleitet. Damit das Abwasserleitungsnetz bei starken Niederschlägen nicht verstopft wird, wurden Hochwasserentlastungen oder Regenüberlaufbecken errichtet, was oft eine negative Auswirkung auf die Gewässer, in welche sie ableiten, verursacht.
Bemühungen müssen durch die Gemeinden angestrebt werden um diese Gewässer aus ihrem Netz herauszubringen oder sie vor ihrer Einleitung zu behandeln, gemäss den in ihren generellen Entwässerungspläne (GEP) unterbreiteten Vorschlägen.
- Unzulänglichkeiten bei den industriellen Abwässer
Einige Industrien leiten Abwässer ab, welche ungenügend vorbehandelt wurden und aufgrund ihrer Zusammensetzung oder ihrer Menge, nur teilweise in den ARA abgebaut werden können.
Eine regelmässige Überwachung der Quantität und der Qualität der durch die Industrie in die öffentlichen Kanalisationen eingeleiteten Abwässer muss durch den Inhaber der ARA realisiert werden (Industrieabwasser-Kataster) um sicher zu stellen, dass die erforderlichen Vorbehandlungsmassnahmen an der Quelle unternommen werden.
Aufgaben des Amts für Umwelt
- Kontrolle und Überwachung der Funktionsweise von Abwasserreinigungsanlagen
- Koordination im Bereich der Reglementierung und Gebührenregelung auf der Ebene der Gemeinde und Abwasserverbände
- Kantonale Planung für die Ableitung und Reinigung der Abwässer
Link Intern
Informations annexes
Identitätskarte
infoSTEP 2011, Tagung vom 7. Dezember 2011
Was ist sich geändert? Präsentation des Amts für Umwelt
Micropolluants dans les eaux: stratégie pour la Suisse. Présentation de l'OFEV (seulement en français)
Link Intern
Link Extern
- Groupement romand des exploitants de stations d'épuration
- Bundesamt für Umwelt (Gewässerschutz)
- Informationen über Industrie- und Gewerbeabwasser
- Forschungsprojekte zum Thema Schadstoffbelastung in Dach- und Strassenabwasser
- Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute
- Association romande pour la protection des eaux et de l'air
