Navigation principale.
- Homepage AfU
- Aktuelles
- Organisation
- Luft
- Lärm
- Abfall
- Gewässer
- Elektrosmog
- UVP
- Schutz vor Störfällen
- Biosicherheit
- Altlasten
- Boden
-
Gefährliche Stoffe
Navigation secondaire de Gefährliche Stoffe
- Unterstützungsdienst bei Verschmutzungen
- Dokumentation
- Geoportal
- Rechtliche Grundlagen
- Gemeinden
- Schulen
- Adressverzeichnis
- 25 Jahre
Die persistenten organischen Schadstoffe (POPs) sind für Mensch und Tier hochgiftig. Zu diesen Schadstoffen, die das sogenannte « dreckige Dutzend » bilden, gehören unter anderem die polychlorierten Biphenyle (PCB), die Dioxine und die Furane.
Transformatoren und Kondensatoren (PCB)
Wie es nach den Bundesbestimmungen über Kondensatoren und Transformatoren vorgesehen ist, hat der Kanton im Jahr 1984 eine erste Bestandesaufnahme der Anlagen erstellt, die Öle mit chlorierten Aromaten wie polychlorierte Biphenyle (PCB) enthalten können. Um die Sanierung des gesamten Transformatoren - und Kondensatorenbestands in die Wege zu leiten, hat das AfU die Zusammenarbeit mit den Freiburgischen Elektrizitätswerken (FEW ; heute : Groupe E) gesucht und die Erhebung, Kontrolle und Sanierung der bestehenden Anlagen an dieses Unternehmen delegiert. So wurden nicht weniger als 2’700 Transformatorenanlagen und über 800 Kondensatoren anhand der Bestimmungen des Bundes überprüft und gegebenenfalls entsprechend den Bestimmungen der TVA entsorgt. Vereinzelt werden bei Ortsbesichtigungen Kontrollen durchgeführt, um nachzuprüfen, ob die Anlagen auf der von der Groupe E erstellten Positivliste aufgeführt sind. Falls erforderlich, werden Sanierungsverfahren eingeleitet.
PCB in Dichtungen
In den Jahren 1955 bis 1975 war die Verwendung von PCB als Weichmacher in den Dichtungsmassen weit verbreitet, vor allem in Betonfugen. Bei Gebäuden in Betonskelettbauweise, die während dieser Zeit erbaut wurden, kann man daher mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass sie PCB enthalten. Um das Ausmass dieses Problems zu erfassen, wurde im Jahr 2001 eine gesamtschweizerische Messkampagne durchgeführt. Das AfU hat sich zusammen mit dem Amt für Ressourcen der Direktion für Erziehung, Kultur und Sport an dieser Untersuchung beteiligt und 12 öffentliche Gebäude, vorwiegend Schulhäuser, geprüft. Die Ergebnisse dieser Nachforschungen haben gezeigt, dass von 15 entnommenen Fugenproben lediglich 2 Dichtungstypen (die in der gleichen Anlage verwendet wurden) einen signifikanten PCB - Gehalt aufwiesen. Diese Studie brachte aber auch klar zu Tage, wie schwierig es ist, Kausalzusammenhänge herzustellen: PCB in Fugendichtungen hat nicht unbedingt eine höhere PCB - Belastung in der Umgebungsluft zur Folge. Die Luftqualität hängt stark davon ab, ob und wie stark die Verbindungen der Sonne ausgesetzt sind (Verdunstung und Freisetzung von PCB) und ob allenfalls Schutzschichten wie Farbe oder Lack vorhanden sind. Daher bleibt die regelmässige Lüftung der Räume die am besten geeignete Massnahme. Aufgrund dieser Feststellungen hat der Kanton darauf verzichtet, ein vollständiges Inventar der potenziell belasteten Gebäude zu erstellen und die Luftqualität in diesen Gebäuden mit kostspieligen Verfahren zu messen.
