Zweihundertjahrfeier Nova Friburgo 2018

Im Jahr 2018 jährt sich zum 200. Mal der Abschluss eines Vertrags für die Gründung einer Schweizer Kolonie in Brasilien, mit dem der Grundstein für die 130 km von Rio de Janeiro entfernten Stadt Nova Friburgo gelegt wurde, in der sich die Schweizer Auswanderer 1819 niederliessen. 2000 Personen aus sechs Kantonen ‒ darunter 800 Freiburgerinnen und Freiburger aus rund 70 Gemeinden ‒ wollten der Wirtschaftskrise in Europa und dem dort herrschenden Hunger entfliehen und nahmen das Angebot des Königs von Brasilien an. Sie verliessen ihre Heimat und begannen eine ebenso aussergewöhnliche wie gefährliche Reise: Es ist eine der grössten organisierten Auswanderungen in der Geschichte unseres Landes.

Zweihundert Jahre später bestehen immer noch Bande zwischen dem Kanton Freiburg und der Präfektur von Nova Friburgo, die sich dank der Unterzeichnung einer Zusammenarbeits­vereinbarung im Jahr 1998 verstärkt haben. In dieser Vereinbarung haben sich die Behörden der beiden Regionen verpflichtet, den Jugendaustausch in den Bereichen der Kultur, der Bildung und des Sports zu unterstützen und zu fördern. Der Kanton will die freundschaftlichen Beziehungen auch künftig weiter festigen und hat sich daher vorgenommen, für die Zweihundertjahrfeier Nova Friburgo 2018 vor allem die nachfolgenden Generationen anzusprechen. Zu diesem Zweck soll die Freiburger Kulturagenda mit einer Reihe von «Nova-freiburgischen» Veranstaltungen ergänzt werden und zudem sind interkulturelle und künstlerische Vermittlungsangebote für das junge Zielpublikum geplant. Dabei wird an allen Veranstaltungen ein mobiler Informations- und Degustationsstand aufgestellt.

Zum Programm der Veranstaltungen, die während des Jubiläumsjahres Nova Friburgo 2018 geplant sind.

Zu den geplanten Kulturvermittlungsangebotenrund um das Thema Nova Friburgo und Auswanderung (Migration).

©Thomas Brasey, 10. Fotografische Ermittlung Thema Freiburg, 2016
©Thomas Brasey, 10. Fotografische Ermittlung Thema Freiburg, 2016
Casa Suiça Nova Friburgo