News

Claude Castella, Vorsteher des Amts für Kulturgüter, geht in den Ruhestand

Claude Castella, der bei der Direktion für Erziehung, Kultur und Sport (EKSD) das Amt für Kulturgüter leitet, hat auf den 1. Mai 2013 seinen Rücktritt aus Altersgründen eingereicht.

Nach der Matura am Kollegium St. Michael im Jahr 1973 erwarb Claude Castella, Jahrgang 1953, an der Universität Genf 1978 das Architekturdiplom und 1982 das Zertifikat für numerisches Rechnen (mathematische Statistik und Computerprogrammierung). Danach war er als Assistent und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Architekturschule der Universität Genf tätig und unterrichtete an der Architekturschule in Lyon. 1984 trat er als Adjunkt des Konservators und Verwaltungsadjunkt des Amts für Kulturdenkmäler und öffentliche Bauten in die Freiburger Kantonsverwaltung ein. Später verliess er den Staatsdienst und eröffnete 1988 ein privates Büro, kehrte jedoch am 1. November 1993 als Denkmalpfleger in die Kantonsverwaltung zurück. Am 1. Juli 1996 wurde diese Funktion in die des Vorstehers des Amts für Kulturgüter umgewandelt.

Mit seiner Passion für die Architektur und Überlegungen zur Architektur, für die Landschaft und das Landschaftsbild in der Allgemeinheit, für die Restaurierung und den Umbau alter Gebäude setzte sich Claude Castella in Berufskreisen und in der Öffentlichkeit unermüdlich für den Schutz und die Erhaltung der Kulturgüter ein. Er war bei Architekten, Bauherren und in Kreisen der Denkmalpflege geschätzt. In seiner Arbeit legte er Wert darauf, den Schutz des Kulturgutes als Qualitätskriterium für die Raumplanung, als Voraussetzung für eine nachhaltige raumplanerische Entwicklung und als wichtiger Bestandteil der Kultur und Identität einer Gesellschaft zu erachten. Zudem arbeitete er daran, die Abläufe zu verbessern, sein Amt zu modernisieren und an eine leistungsorientierte Verwaltung anzupassen. Im Bewusstsein um die allgemeinen Zusammenhänge seines beruflichen Umfelds verfolgte er seine Aufgaben entschlossen und zielstrebig, was ihn jedoch nicht daran hinderte, Lösungen zu finden, die von einer Mehrheit der Beteiligten mitgetragen wurden.

Die Direktion für Erziehung, Kultur und Sport dankt Claude Castella für seinen langjährigen grossen Einsatz, sein Engagement für die Lösung von Problemen und seinen vielen Tätigkeiten im Dienste des Staates. Sie wird ihn zur gegebenen Zeit offiziell verabschieden.