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Das Dach aus thermolackiertem Blech der Alphütte Le Lapé muss entfernt werden

Die Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion (RUBD) hat die Wiederinstandstellung des Dachs der Alphütte Le Lapé in Charmey angeordnet. Die Dachhaut aus thermolackiertem Blech, die 2005 ohne Bewilligung errichtet wurde, muss entfernt werden. Der Besitzer muss ausserdem alle Massnahmen treffen, die für die Erhaltung dieses geschützten Gebäudes nötig sind.

Der Besitzer der Alphütte Le Lapé muss den Zustand vor den widerrechtlichen Arbeiten wiederherstellen. Das heisst, das Blech muss bis am 31. Oktober 2011 entfernt werden. Der Besitzer hat ausserdem die Pflicht, die Erhaltung des Gebäudes sicherzustellen (Art. 170 RPBG).
Die Alphütte Le Lapé ist eine der beiden einzigen Alphütten im Kanton Freiburg mit einer Dacheindeckung, die oft auch als Mansarddach bezeichnet wird. Die Alphütte ist im Inventar der Alphütten als Gebäude der Kategorie A (hohe Qualität) aufgeführt sowie gemäss Gesetz vom 7. November 1991 über den Schutz der Kulturgüter (KGSG) und Staatsratsbeschluss vom 10. April 1990 über die Erhaltung des Baukulturgutes der Alpen geschützt. Der Staatsratsbeschluss verbietet im Übrigen den Einsatz von Metall für die Bedachung von Alphütten.
2005 wurde das Dach der Alphütte Le Lapé durch Hagelschlag beschädigt. Der Besitzer richtete darauf ohne Bewilligung eine Dachhaut aus thermolackiertem Blech über dem Schindeldach ein und bewahrte dabei das daruntergelegene Originaldach. 2007 verweigerte die RUBD eine Sonderbewilligung, um die der Besitzer ersucht hatte, um die ausgeführten Arbeiten der Rechtmässigkeit zuzuführen. Der Oberamtmann des Greyerzbezirks seinerseits verweigerte die Baubewilligung. Die beiden Verfügungen der RUBD bzw. des Oberamtmanns wurden sowohl vom Kantons- als auch vom Bundgericht bestätigt.