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Landwirtschaftlicher Innovationspreis: Spargeln zum Sieger der Ausgabe 2014 gekürt

Der 13. landwirtschaftliche Innovationspreis wurde am 25. April der "Seeländerspargeln GmbH" in Kerzers verliehen, die auf die Produktion und Vermarktung von Spargeln spezialisiert ist. Die vier Produzenten dieses Unternehmens, die Gewinner der Ausgabe 2014, erhalten ein Preisgeld von 10'000 Franken. Zwei weitere Projekte erhielten einen Förderpreis, da sie Kriterien der Diversifizierung der Landwirtschaft erfüllen.

Der landwirtschaftliche Innovationspreis wird alle zwei Jahre mit einem Preisgeld von insgesamt 20'000 Franken verliehen. 2014 wurden sechs Projekte bei der Jury eingereicht, gleich viele wie für die Ausgabe 2012. Anlässlich der Preisverleihung hob Staatsrätin Marie Garnier, die auch die Jury präsidierte, den innovativen Charakter der vorgestellten Projekte hervor, der von der Dynamik des Agrarsektors zeugt. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Spargelfestes statt, das zum zweiten Mal in Kerzers durchgeführt wird.

Die Wahl der Jury fiel auf ein Zusammenarbeitsprojekt der Gemüseproduzenten Christian Dick, Urs Johner, Christian Hurni und Jakob Schwab, die 2011 ein Unternehmen gegründet haben, das den berühmten Spargel aus dem Seeland, ein Botschafter der Region in den Tellern von Schweizer Feinschmeckern, anbaut, produziert und verkauft. Noch vor 70 Jahren kamen die Leute aus der ganzen Schweiz nach Kerzers, um Spargeln zu essen. Doch die Pflanze ist in der Region fast ganz verschwunden. Die vier Gemüseproduzenten möchten diesen Trend nun umkehren und das Seeland erneut zur Schweizer Spargelregion machen.

Trotz unterschiedlicher Betriebsgrösse haben die vier Gemüsebauern im Alter von 30 bis 65 Jahren gemeinsam in Maschinen und eine Abpackanlage investiert mit dem Ziel, einwandfreie Qualität zu liefern. Das Kühlsystem und die Sortiermaschine sowie die Werbung, die sie im Rahmen des Spargelfestes machen, sind innovative Aspekte, die die Jurymitglieder überzeugten.

Es wurden auch zwei Förderpreise vergeben. Der erste (von 6000 Franken) geht an Myriam und Manuel Hurni, die einen Biobetrieb bei Romont bewirtschaften. Es handelt sich um den ersten Biobetrieb mit einem Direktverkauf für Produkte aus Kuhmilch. Das Paar diversifizierte seine Tätigkeiten mit Agrotourismus, Verarbeitung und Direktverkauf auf dem Hof. 2013 beherbergten sie 40 Besucherinnen und Besucher in der Jurte, in der fünf Personen untergebracht werden können.

Mit dem zweiten, mit 4000 Franken dotierten Preis, werden der Landwirtschaftsbetrieb und die gewerbliche Brennerei von Antoine und Stéphane Gaillard in La Roche ausgezeichnet. Die Familie versucht mittels erneuerbarer Energie für das Landwirtschaftsgebäude und die Brennerei energieautark zu sein. Sie fördert den Absatz lokaler Produkte und alter Sorten. Die Kerne der Früchte werden zum Heizen verwendet und das Projekt ist CO2-neutral.

Der 14. landwirtschaftliche Innovationspreis wird 2016 vergeben werden.

Alle Fotos hier.