Zweisprachige Studien

Zweisprachige Maturität

  • Der Kanton Freiburg will seine besondere Lage an der Sprachgrenze dafür nutzen, das Verständnis zwischen der französisch- und der deutschsprachigen Gemeinschaft zu fördern. Die kantonalen Kollegien haben daher geeignete Massnahmen zur Verbesserung der Sprachkenntnisse der Schülerinnen und Schüler getroffen. Sie haben die Möglichkeit, ein Fach oder mehrere Fächer in der Partnersprache zu besuchen.
  • Zurzeit ist die zweisprachige Ausbildung nur in der gymnasialen Ausbildung möglich. Es existieren weder an der Handels- noch an der Fachmittelschule zweisprachige Klassen.
  • Die Schülerinnen und Schüler können auf Wunsch eine Maturität mit Vermerk "zweisprachig" "Deutsch - Französisch" oder "Français - Allemand" erlangen.
  • Der zweisprachige Ausbildungsweg erstreckt sich mindestens über drei Stufen. In der Regel geht er vom zweiten Gymnasialjahr (Stufe 11) bis zur Maturität.
  • Es bestehen verschiedene Möglichkeiten der zweisprachigen Bildung. Sie werden nachstehend beschrieben. Alle Kollegien bieten eine zweisprachige Bildung an. Je nach Schule kann das gewählte Modell unterschiedlich sein. Die Schülerinnen und Schüler erhalten alle Informationen dazu während ihrem ersten Gymnasialjahr.
  • Der zweisprachige Ausbildungsweg ist in erster Linie Schülerinnen und Schülern, welche die Partnersprache bereits gut beherrschen und einen genügenden Durchschnitt aufweisen, vorbehalten. Für die Aufnahmebedingungen in die zweisprachige Maturitätsausbildung sind die Schulen zuständig.
  • Die Schule kann nicht garantieren, dass alle Schülerinnen und Schüler, welche den zweisparchigen Bildungsweg absolviert haben, auch "perfekt zweisprachig" sind. Es sind aber alles junge Leute, die viel Mehrarbeit auf sich genommen haben um die Partnersprache zu erlernen indem sie den Unterricht mehrerer Fächer in der anderen Sprache besucht haben.

Zweisprachigkeit durch vollständigen Immersions-Unterricht in der anderssprachigen Abteilung

  • Bei diesem Ausbildungsweg besucht die Schülerin/der Schüler den Unterricht in einer Klasse der anderssprachigen Abteilung (Partner­sprache) ausser für den Unterricht in der 1. und der 2. Sprache.
  • In der Partnersprache besonders fortgeschrittene Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, beide Sprachen (1 und 2) nach dem Programm und den Zielen für die Muttersprachigen zu besuchen.

Zweisprachige Klassen

  • Die zweisprachigen Klassen werden mit deutsch- und französischsprachigen Schülerin­nen und Schülern gebildet, die den Unterricht der Grundlagenfächer gemeinsam besuchen. Die eine Hälfte dieser Fächer wird auf Französisch unterrichtet, die andere Hälfte auf Deutsch. In jedem dieser Fächer ist die Unterrichtssprache auch die Sprache, die an den Prüfungen und für die Beurteilung verwendet wird.
  • Die Schülerinnen und Schüler werden für den Unterricht der 1. und der 2. Sprache getrennt. Für den Unterricht der 3. Sprache sind sie jedoch zusammen. Bei den Schwerpunkt- und Ergänzungs­fä­chern kann jede Schülerin und jeder Schüler die Unterrichtssprache frei wählen.

Zweisprachiger Unterricht

  • Ist es von den Beständen her nicht möglich, echte zweisprachige Klassen zu bilden, so kann mit der Organisation von zweisprachigem Unterricht auch ein teilweiser Immersions-Unterricht realisiert werden. Die Stundenpläne der Klassen werden so aufgestellt, dass die Schülerinnen und Schüler mehrere Fächer ihres Programms in einer Klasse der anderssprachigen Abteilung (Partnersprache) des gleichen Kollegiums besuchen können.
  • Für einige Fächer werden deutsch- und französischsprachige Schülerinnen und Schüler vereint, wobei der direkte Kontakt zwischen den beiden Kulturgemeinschaften ebenfalls möglich ist.

Die vollständigen Richtlinien der EKSD vom 26. April 2001 über die Bedingungen für die Erlangung einer zweisprachigen Maturität können heruntergeladen werden (siehe Spalte rechts).