Perolles-See

Mit seiner wunderschönen Landschaft und der ausserordentlich reichen Flora und Fauna ist das Naturschutzgebiet des Perolles-Sees sowohl aus ästhetischer als auch aus wissenschaftlicher Sicht ein Gebiet von grossem Interesse. Für die Bevölkerung ist dieses Naturschutzgebiet, das vor den Toren der Stadt Freiburg gelegen ist, ausserdem ein gerne besuchtes Erholungsgebiet. Die Schilder entlang des Ritter- und des Wasserwegs informieren die Wanderer über das Gebiet und sensibilisieren sie für die Natur. Und schliesslich hat diese Region auch eine wirtschaftliche Bedeutung (Brennholzproduktion und Wasserkrafterzeugung).

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Das Naturschutzgebiet erstreckt sich über die Gemeinden Freiburg, Marly, Villars-sur-Glâne und Pierrafortscha (siehe Plan im PDF-Format).


Für den Perolles-See und seine Umgebung liegt ein Nutzungskonzept für 2002 bis 2011 vor. Darin wird eine umfassende und harmonische Bewirtschaftung der verschiedenen Lebensräume in diesem Gebiet unter Berücksichtigung der verschiedenen Interessen (Naturschutz, Forstdienst und Nutzung durch die Bevölkerung) angestrebt.

Das Naturschutzgebiet in seiner ganzen Pracht

Das Naturschutzgebiet in seiner ganzen Pracht

Die Windungen der Saane mit ihren Felsschluchten, bewaldeten Hängen und Terrassen, die bis zum Flussbett reichen, bieten ein atemberaubendes Schauspiel. Die natürlichen Lebensräume, die durch die Schönheit des Stausees noch zusätzlich an Wert und Attraktivität gewinnen, sind ein Trumpf für die Agglomeration Freiburgs. Das Freiburger Mittelland ist eine der ganz wenigen Orte in der Westschweiz, in welchem solch spektakuläre Schluchten zu sehen sind.

Fauna

Fauna

Vögel: Die Ornithologische Gesellschaft Freiburgs (Cercle Ornithologique de Fribourg) hat eine Liste mit den im Naturschutzgebiet des Perolles-Sees vorhanden Vögel erstellt (siehe PDF-Datei). Die Bedeutung dieses Gebiets für die Vogelfauna war entscheidend beim Entscheid, das Gebiet unter Schutz zu stellen. Die stehenden Gewässer sind wichtig für die Zugvögel und Wintergäste. Bis heute wurden hier 68 dieser Vogelarten erfasst (siehe PDF-Datei). 94 der hier vorkommenden Vogelarten sind Brutvögel, wovon 27 zu den bedrohten Arten gehören.

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Fledermäuse: Die Freiburger Gruppe für das Studium und den Schutz der Fledermäuse (Fribat) sammelt alle Daten zu den sympathischen Handflüglern. Es wurden 8 Arten im Naturschutzgebiet erfasst (siehe PDF-Datei). Von diesen gilt einzig die Zwergfledermaus als nicht bedroht.

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Amphibien und Reptilien: Die Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz (KARCH) hat 7 Amphibien- und 4 Reptilienarten erfasst (siehe PDF-Datei). Die Mehrzahl dieser Arten ist auf Kantonsebene vom Aussterben bedroht.

Die Lebensräume

Die Lebensräume

 

Die Felswände

Flora: Aufgrund der extremen Bedingungen bilden die Felswände eine Nische für spezialisierte Pflanzenarten, die atypisch sind für das Freiburger Mittelland, sodass man hier viele seltene Arten vorfindet.


Fauna: Die Hohlräume und Auskragungen der Felswände sind wie gemacht als Nistplatz für spezifische Vogelarten wie der Wanderfalke oder der Uhu. Im Winter jagt sogar der Mauerläufer in den Felsen.

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Schilfgürtel


Flora: Um die sanft abfallenden Uferstreifen der stillen Gewässer herum haben sich Schilfgürtel gebildet, in denen das Schilfrohr vorherrscht.


Fauna: Zahlreiche Vögel leben im Riedgebiet: Brutvögel wie die Wasserralle, Überwinterer wie die Rohrdommel und auch Zugvögel wie das kleine Sumpfhuhn.

Forstwirtschaft

Forstwirtschaft

Der Perolles-See und seine Umgebung sind Gegenstand eines Nutzungskonzepts für 2002 bis 2011 (Plan de gestion du Lac de Pérolles et ses abords). Koordinationsstelle ist das Amt für Wald, Wild und Fischerei.
Darin wird eine umfassende und harmonische Bewirtschaftung der verschiedenen Lebensräume in diesem Gebiet unter Berücksichtigung der verschiedenen Interessen (Naturschutz, Forstdienst und Nutzung durch die Bevölkerung) angestrebt.