Spezialisierte Pflanzen der Hochmoore

Hochmoore zeichnen sich durch eine stark spezialisierte Flora aus; denn in diesem sauren, nährstoffarmen Milieu können sich nur Pflanzen behaupten, die sich an diese speziellen Bedingungen anpassen können.

Gemeine Moosbeere (Vaccinium oxycoccos)

Gemeine Moosbeere (Vaccinium oxycoccos)

Die gemeine Moosbeere ist ein Zwergstrauch, der essbare Früchte trägt.
Wie alle Erikagewächse lebt die gemeine Moosbeere in Gemeinschaft mit Pilzen, die in den Wurzeln gedeihen und ihr das Überleben in dieser Umgebung erlauben. Die Pilze zersetzen den Torf und setzen auf diese Weise die darin enthaltenen Nährstoffe frei.

Torfmoos (Sphagnum sp.)

Torfmoos (Sphagnum sp.)

Der Name sagt es bereits: Beim Torfmoos handelt es sich um die Torf-Moosgattung. Es ist gar so, dass der Torf das Werk der Sphagnen sind: Die Pflanzen wachsen an der Spitze, während die unteren Teile allmählich absterben. Die Säurehaltigkeit und der Sauerstoffmangel hemmen jedoch die Zersetzung der abgestorbenen Pflanzen. Das organische Material häuft sich daher in Form von Torf an. Ausserdem versauern Sphagnen ihr Milieu durch die Freigabe von Protonen.

Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia)

Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia)

Der rundblättrige Sonnentau ist eine erstaunliche kleine Pflanze. Es handelt sich nämlich um eine fleischfressende Pflanze mit roten Tentakeln, die ein klebriges, zuckerhaltiges Sekret ausscheiden. Dieses Sekret zieht Insekten an, die daran kleben bleiben. Dank der abgesonderten Verdauungssäfte können die in der Beute enthaltenen Nährstoffe gelöst und von der Pflanze aufgenommen werden. Der Sonnentau kann dadurch die Nährstoffarmut des Bodens kompensieren.