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Hochmoore
Moore sind von Wasser geprägte Lebensräume, in denen ständig oder zum überwiegenden Teil des Jahres ein Wasserüberschuss herrscht, weshalb sie eine wassergebundene Pflanzengemeinschaft aufweisen.
Hochmoorentstehung
Hochmoore bilden sich auf nassen Böden oder aus Flachmooren.
Der erschwerte Wasserabfluss über einem wenig durchlässigen Untergrund führt zu Sauerstoffmangel im Boden, der die Zersetzung der abgestorbenen Pflanzen hemmt. Das organische Material häuft sich daher in Form von Torf an. Infolge des Torfwachstum wiederum wächst die Oberfläche über den Grundwasserspiegel, so dass die Pflanzen, die in der obersten Torfschicht wurzeln, einzig durch nährstoffarmes Niederschlagswasser gespeist werden (dies unterscheidet Hochmoore von Flachmooren, die zusätzlich zum Regenwasser auch durch andere Wasserquellen gespeist werden). Torfmoose können in Hochmooren über hunderte oder tausende von Jahren hinweg Schichten von mehreren Metern Dicke bilden, die sich mit Wasser voll saugen und sich deutlich wölben können (daher der Name!).
a. mineralischer, undurchlässiger Untergrund
b. ursprünglicher Bereich von schmierigem Faulschlamm
c. Schilf- und Seggentorf
d. Bruchwaldtorf
e. Hochmoortorf1 Heuwiese, landwirtschaftlich genutzte Fläche
2 Verbuschung, Aufforstung
3 verlandender Torfstichweiher
4 Torfstichkante oder -mauer
5 stark ausgetrocknete Hochmoorparzelle mit Heide
6 Fläche mit abgetragener Vegetation und Entwässerungsgräben (zwecks Abbau)
7 Regenerierung einer vorgängig bewirtschafteten Fläche
8 alte Torfstecherhütte
9 brachliegende Streuewiese mit Entwässerungsgräben
10 unterirdische Sickerleitungen
Artenvielfalt
Nur wenige spezialisierte Pflanzen finden sich im nährstoffarmen und sauren Milieu zurecht. Darunter befinden sich spektakuläre Anpassungskünstler wie der fleischfressende Sonnentau, der seinen Stickstoffbedarf durch tierische Nährstoffquellen abdeckt und so die Nährstoffarmut des Bodens ausgleicht. Diese Arten können nur in extremen Umgebungen überleben. Anderswo sind sie nicht konkurrenzfähig.
Einfluss des Menschen
Es gibt kaum Biotope in der Schweiz, die so sensibel sind wie Hochmoore. Trockenlegungen, Eutrophierung, Trittschäden gehören zu den wichtigsten Gefahren. Ausserdem wurde im letzten Jahrhundert intensiv Torf abgebaut – hauptsächlich als Brennmaterial und als Bodenverbesserer für den Gartenbau. Da Hochmoore extrem langsam wachsen (1 mm pro Jahr), ist eine nachhaltige Nutzung praktisch ausgeschlossen.
Als Folge davon wurden Hochmoore auf weniger als 10 % ihrer ursprünglichen Fläche reduziert. Und die bestehenden Hochmoore sind was die Flora betrifft meist verarmt.
Bundesinventar
Die Verordnung über den Schutz der Hoch- und Übergangsmoore von nationaler Bedeutung trat am 1. Februar 1991 in Kraft. Im Bundesinventar der Hoch- und Übergangsmoore von nationaler Bedeutungsind 34 Objekte auf dem Gebiet des Kantons Freiburg aufgeführt (siehe Karte des Kantons).
