Flachmoore

Moore sind von Wasser geprägte Lebensräume, in denen ständig oder zum überwiegenden Teil des Jahres ein Wasserüberschuss herrscht, weshalb sie eine wassergebundene Pflanzengemeinschaft aufweisen.

Flachmoore zeichnen sich dadurch aus, dass sie zusätzlich zum Regenwasser auch durch andere Wasserquellen wie Quell-, Hang- oder Grundwasser gespeist werden.

Artenvielfalt

Flachmoor - BPNP

Unter dem Einfluss der unterschiedlich starken Bodenfeuchtigkeit und der unterschiedlichen chemischen Eigenschaften des Wassers bilden sich verschiedene Pflanzengemeinschaften: Schilfröhricht, Grossseggenried, Kleinseggenried, Pfeifengraswiese,  Sumpfdotterblumenwiese, Hochstaudenried. Die Vegetation der Flachmoore ist artenreich.

Einfluss des Menschen

Flachmoore werden häufig landwirtschaftlich genutzt. Die intensive Bewirtschaftung aber gefährdet diese Lebensräume und verringert die Artenvielfalt, da dem Boden mit dem Düngen Nährstoffe zugeführt, Parzellen trockengelegt und Streueflächen früh geschnitten werden. Um dieser Tendenz entgegenzuwirken hat das Büro für Natur- und Landschaftsschutz mit zahlreichen Bauern „Magerwiesenverträge“ abgeschlossen. Damit verpflichten sich die Landwirte, gewisse Massnahmen zum Schutz der Flachmoore zu ergreifen.

In den letzten 200 Jahren sind im Schweizer Mittelland wegen Trockenlegungen, Düngung, Aufschüttungen und Bebauungen 90 % der Flachmoore verschwunden.

Bundesinventar

Die Verordnung über den Schutz der Flachmoore von nationaler Bedeutung trat am 1. Oktober 1994 in Kraft. Im Bundesinventar der Flachmoore von nationaler Bedeutung sind 34 Objekte auf dem Gebiet des Kantons Freiburg aufgeführt (siehe Karte des Kantons).