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Schlingnatter
Die Schlingnatter (Coronella austriaca) ist eine kleine Natterart, die für den Menschen ungefährlich ist. Sie lebt sehr zurückgezogen und ist im Freiburger Mittelland vom Aussterben bedroht. Diese Schlangenart findet sich hauptsächlich in gut strukturierten Auengebieten und an gut exponierten Molasseaufschlüssen.
Schon seit geraumer Zeit hat die Schlingnatter anthropogene Strukturen kolonisiert, wie römische Ruinen, und in jüngster Zeit auch Bahn- oder Strassenböschungen.
Ein Biotop für die Schlingnatter in Villars-sur-Glâne
Im Herbst 2000 wurden in Villars-sur-Glâne Ausbauarbeiten entlang einer Bahnböschung ausgeführt. Die Böschung befindet sich in einer Kontaktzone zwischen einem natürlichen Lebensraum (Saanegraben) und einem anthropogenen Lebensraum (SBB-Linie) und stellt somit für die Schlingnatter ein idealer Trittstein dar.
Während diesen Ausbauarbeiten wurden vier 100 m lange und 3 m breite Steinhaufen eingerichtet und mit einheimischen Sträucherarten umrandet.
Dies geschah in Zusammenarbeit mit Pro Natura Freiburg.
Jedes Jahr wird – etwas später als vielerorts – die Böschung von den mobilen Equipen des VAM geschnitten. Dadurch wird das Wachstum einer artenreichen Wiesenvegetation gefördert und die äusserst invasive Goldrute zurückgedrängt. Das Schnittgut wird liegen gelassen, da es für Wirbellose eine wichtige Nahrungsquelle darstellt und es Reptilien die Möglichkeit gibt, sich an der Sonne zu wärmen.
Zwar wurde noch keine Schlingnatter gesichtet, doch konnten bereits erste Erfolge gefeiert werden: Im Frühling 2003 siedelten sich die ersten Bewohner der Böschung an. Es waren dies die Zauneidechse, die Mauereidechse und die Blindschleiche. Da ihr natürlicher Feind – die Schlingnatter – zurzeit noch fehlt, können sie sich ungestört auf den Steinen an der Sonne räkeln.
Lebensweise
Mehr Informationen in Website des Naturhistorisches Museum Freiburg
