Tag der Ziviljustiz 2007

Im Rahmen seiner Mitarbeit am Europäischen Tag der Ziviljustiz hat das Kantonsgericht für das Jahr 2007 das Thema des freiwilligen Verzichts auf Vermögenswerte gewählt. Es hat sich dabei an den Präsidenten der Freiburger Notariatskammer, Michel Mooser, Titularprofessor an der Universität Freiburg, gewandt. Dieser hat am 25. Oktober 2007 einen Vortrag mit dem Titel "Die Abtretung des Vermögens an die eigenen Kinder – eine gute Lösung?" gehalten. 

Diese Frage stellt sich häufig, insbesondere mit Blick auf den Eintritt in eine Pflegeeinrichtung; die Abtretung des ganzen oder eines Teils des Vermögens an die Kinder wird oft als eine Möglichkeit gesehen, die Heimkosten zu umgehen und das Vermögen in Sicherheit zu bringen. Der Vortragende hat zuerst die Zweckmässigkeit einer solchen Übertragung behandelt sowie anschliessend deren Folgen in erbrechtlicher Hinsicht. Schliesslich hat er sich der Frage zugewandt, in welchem Umfang Vermögenselemente bei der Berechnung von AHV-Ergänzungsleistungen und Betreuungsleistungen zu berücksichtigen sind.

Der Vortrag wurde gefolgt von einer Diskussionsrunde, an der neben dem Vortragenden folgende Personen teilgenomment haben: Inge Waeber, Rechtsanwältin und Notarin, Freiburg, Noëlle Chatagny, Amtsvormundin der Stadt Freiburg, René Thomet, Direktor der Stiftung Rose d'automne, Villars-sur-Glâne, und Jean-Claude Simonet, wissenschaftlicher Berater beim kantonalen Sozialamt.

Dieses Thema ist auf sehr grosses Interesse gestossen. Davon zeugen die ungefähr 400 Personen, welche sich im NH Hotel in Freiburg einfanden und die Gelegenheit nutzen, zahlreiche Fragen aus dem Themengebiet zu stellen. Das Kantonsgericht freut sich über den Erfolg dieser vierten Veranstaltung im Rahmen des Europäischen Tages der Ziviljustiz im Kanton Freiburg.