Rückblick

Bis 1950 wurde die Gegend von La Pila landwirtschaftlich genutzt.

1952 gab die Stadt Freiburg die Pérolles-Schlucht als Deponie von Hausmüll zugunsten des Standorts La Pila auf. Der Standort La Pila wurde bis zur Inbetriebnahme der ehemaligen Deponie von Châtillon im Februar 1973 verwendet. In der Pila konnten Abfälle bis 1975 deponiert werden.

Gegenwärtig ist der Staat Freiburg über das Amt für Wald, Wild und Fischerei Besitzer des Grundstücks.

Infolge der Intervention vom 16. Dezember 2003 eines Generalrats der Stadt Freiburg wurden die ersten Abklärungen zu diesem Standort vorgenommen. Um die Art und Gefährlichkeit der in dieser ehemaligen Deponie gelagerten Abfälle und die möglichen Sanierungsmassnahmen zu ermitteln, liess die Stadt Freiburg diesen belasteten Standort nach dem in der Bundesverordnung über die Sanierung von belasteten Standorten (AltlV) vorgesehenen Verfahren in mehreren Etappen untersuchen.

Die Voruntersuchung, deren Ergebnisse im Bericht zur historische Untersuchung (CSD/ 7.09.2004) und im Bericht zur technischen Untersuchung (CSD/ 27.01.2005) festgehalten wurden, ergab, dass dieser Standort sanierungsbedürftig ist. Die Detailuntersuchung, die in zwei Etappen durchgeführt wurde (Kampagne von 2006 und Bericht CSD/ 09.03.2007 sowie Kampagne 2008 und Bericht CSD/ 15.12.2008) zeigte das Ausmass der Belastung – namentlich durch PCB – des Standorts auf.

Aufgrund dieser Ergebnisse wurde im Frühjahr 2007 der Zustand der Kontamination der Fische in der Saane analysiert. Zudem beschloss der Oberamtmann per Beschluss vom 11. Dezember 2007, ein Zugangsverbot und Massnahmen zur Absperrung des Gebiets.

Weil die untersuchten Fische zu hohe cPCB-Werte aufwiesen, verhängte der Staatsrat am 29. August 2007 ein Fischereiverbot für die Saane zwischen den Staumauern von Rossens und Schiffenen.

Am 2. Oktober 2007 legte der Staatsrat in einem Beschluss die Organisation des Projekts zur Sanierung der ehemaligen Deponie La Pila fest.

Februar 2009: Bericht zur Detailuntersuchung

Mai-Juli 2009: Durchführung von Sofortmassnahmen, um zu verhindern, dass sich Materialien und Abfälle aus der instabilen Zone unterhalb des Hotspots der Deponie La Pila lösen und in die Saane stürzen

17. November 2009: Anpassung der Projektorganisation

1. Oktober 2010: Umzug der Fahrenden von Hauterive, Einigung mit allen Familien

2. Juni 2010: Ausschreibung des Sanierungsprojekts

25. Juni 2010: Vorstellung der Massnahmen zur Vorbereitung der Sanierung

25. Juni 2010: Änderung des Ortsplans, um eine Nutzungszone zu schaffen, welche die Sanierung der ehemaligen Deponie und die Einrichtung einer Baustelle ermöglicht und um die, für die Fahrenden vorgesehene Zone, in den Wald von Châtillon, auf dem Boden der Gemeinde Hauterive (FR), zu verlegen.

25. Juni 2010: Baubewilligungsgesuch für den neuen Standort der Fahrenden

18 Februar 2011: Das Projekt zur Sanierung der Deponie La Pila wurde den betroffenen Dienststellen unterbreitet

29. April 2011: Die vorbereitenden Massnahmen für die Sanierung der Deponie La Pila werden öffentlich aufgelegt

Dufourkarte von 1865

Dufourkarte von 1865

Flugaufnahme von 1968

Flugaufnahme von 1968 Die Deponie wird auf der Westseite betrieben.

Flugaufnahme von 1974

Flugaufnahme von 1974 Die Deponie ist auf der Ostseite in Betrieb. Die Westseite ist schon aufgefüllt.

Flugaufnahme von 1981

Flugaufnahme von 1981 Die Deponie ist nicht mehr sichtbar.