Herbarien des Naturhistorischen Museums Freiburg

Das Naturhistorische Museum Freiburg besitzt und konserviert gegenwärtig mehr als 20 verschiedene Herbarien. Diese wurden zwischen Mitte des 19. und den Dreissigerjahren des 20. Jahrhunderts angelegt. Jaquet hat den Bestand in seinen letzten Lebensjahren gründlich bearbeitet und neu angeordnet. Weiter hat er für die wichtigsten Herbarien 10 detaillierte Kataloge erstellt. Diese sind alle erhalten und liefern viele zusätzliche Informationen zu den Fundorten und den gesammelten Pflanzen.

Firmin Jaquet (1858-1933) – der bedeutendste Freiburger Botaniker

Jeder, der die Freiburger Flora kennen lernen oder erforschen will, wird eher früher als später auf das Lebenswerk von Firmin Jaquet stossen. Seine am Naturhistorischen Museum Freiburg konservierten Herbarien sowie seine Publikationen – zu nennen ist hier sicher sein Hauptwerk, der Catalogue raisonné des plantes vasculaires du canton de Fribourg et des contrées limitrophes (Jaquet 1930) - sind bis heute die wichtigsten Informationsquellen zur Pflanzenwelt des Kantons. Die Werke Jaquets sind nahezu die einzigen systematisch durchgeführten Arbeiten über unsere Flora.

Das Herbarium Friburgense – jetzt informatisiert und zugänglich

1999 begann das Naturhistorische Museum Freiburg die Daten der wichtigsten Freiburger Herbarien in einer informatisierten Datenbank zu erschliessen. Im Frühling 2001 wurde das Inventar des Herbarium Friburgense beendet. Dieses Herbar, dessen Bestand fast nur von Jaquet gesammelt und bearbeitet wurde, ist eine der wertvollsten Informationsquellen zur Freiburger Pflanzenwelt. Die Sammlung beinhaltet 2‘622 Belege und dokumentiert praktisch alle einheimischen und neu eingebürgerten Pflanzenarten des Kantons (ca. 2000 Arten).