Satellitentelemetrie

Suivit satellitaire

Das Argos-System

Es handelt sich um ein System, mit dessen Hilfe die Lage besenderter Vögel weltweit mit 6 NOAA-Satelliten jederzeit bestimmt werden kann. Die Firma CLS ARGOS  in Toulouse bietet Anwendern die Möglichkeit während 24 Stunden pro Tag und während 365 Tagen im Jahr, die Position von verschiedenen Sendern abzufragen. Die Signale (401,65 MHz) gelangen von Sendern in frei wählbaren Intervallen an einen der Satelliten. Diese kreisen in 850 km Höhe in 102 Minuten einmal um die Erde und können Signale aus einem Durchmesser von 5000 km (auf der Erdoberfläche) empfangen. 

Da die Satelliten jeweils über die Pole der Erde fliegen, nimmt die Häufigkeit, mit der ein Sender lokalisiert wird, mit zunehmendem Breitengrad zu. Am Äquator sind dies etwa 3-4 pro Tag pro Satellit, an den Polen rund 14 pro Tag pro Satellit. In unseren Breitengraden empfängt ein Satellit einen Sender etwa 6-7 x pro Tag.

Die Satelliten leiten die Signale an Bodenstationen weiter, wo die erhaltenen Signale analysiert (aufgrund des Dopplereffekts), umgewandelt, archiviert und für den Anwender umgeschrieben werden.

Die errechneten Sender-Koordinaten kann man per Internet abrufen, oder sie werden auf Wunsch, von Argos direkt an den Endnutzer weitergeleitet.


Warum heissen unsere Rotmilane Maho, Melina, Rossy, Julie und Sirius?

Maho:
Der Name «Maho» stammt von der Person aus Möhlin, die Geld für
            seinen Sender gespendet hatte. Es handelt sich um Herrn Martin
            Hohermut, daher «Ma-Ho».

Melina: Dieser Name wurde von einer Gruppe von Leuten aus Möhlin
              ausgewählt, die den zweiten Sender bezahlt hatten. Sie haben sich
               für einen kurzen, einfachen Namen entschieden, der auf Deutsch
               und Französisch gleich ausgesprochen wird.

Rossy: Dieser Rotmilan wurde nach seinem Geburtsort Rossens (Kanton
              Freiburg) benannt.

Julie: Im Jahr 2004 wurden zwei junge Rotmilane aus dem selben Nest «Julie
           und Roméo» getauft. Im Oktober 2004 wurde Roméo tot in Frankreich
           (Drome) aufgefunden.

Sirius: Der Sender von Sirius wurde vom Naturschutzzentrum Neeracherried
             finanziert. Daraufhin suchte das Zentrum im Rahmen eines
             Wettbewerbs einen Namen für den Rotmilan und der 
             Name «Sirius» wurde als Gewinner auserkoren.
 

Die Sender

Balise ARGOS

Bei den von uns verwendeten Sendern handelt es sich um Geräte mit Gewichten von 20 Gramm (etwa 3% des Körpergewichts eines Milans). Sie werden auf dem Rücken der Vögel befestigt. Da die Sender von Solarenergie gespeist werden, können sie während Jahren Signale aussenden. Zudem besteht die Möglichkeit, tote Vögel aufzufinden, die Todesursache zu bestimmen und die Sender weiterzuverwenden. 

Milan avec balise ARGOS