Ein Sender wiegt etwa 22 g. (Jener von Max arbeitet auf einer Frequenz von 401.664 MHz). Regelmässig gibt er Impulse ab, die es ermöglichen, das besenderte Tier bei guten Verhältnissen bis auf 150 m genau zu orten. Die Signale werden von Satelliten in 850 km Höhe aufgefangen und nach Toulouse (Frankreich) zur Bewertung geleitet. Von dort werden sie zu den Forschungsstationen zurückgesandt.

Das Argos-System

Die Verfolgung per Satellit hat viele Vorteile und gibt genaue Angaben über:
das Abflugdatum der Tiere vom Geburts- oder Brutort sowie das Ankunftsdatum an den Rastplätzen und im Winterquartier die Flugroute, die Tagesetappen und die Fluggeschwindigkeit den Verbleib der Jugvögel in den ersten beiden Lebensjahren

Dank der Ortung mit Hilfe der Satelliten ist es zudem möglich, die Störche auf dem Landweg zu verfolgen. Dadurch können die Rast- und Nahrungsplätze ermittelt und mögliche Gefahren (Freileitungen, Jagd, Gifte usw.) erkannt werden. Mit Hilfe der Sender können tote Vögel wiedergefunden und so die Todesursachen festgestellt werden. Nur etwa 10 % der Störche, die im Spätsommer die Schweiz verlassen kehren wieder zurück. In der Schweiz zieht ein Storchenpaar durchschnittlich nur 1,4 Junge auf und brütet im Mittel nur 1,8 mal. Diese geringen Rückkehr- und Fortpflanzungsraten reichen für den Erhalt der Population nicht aus. Ein wichtiges Ziel des Projektes "S.O.S. Storch"  ist es deshalb, Näheres über den Verbleib der Störche herauszufinden.