
4. Kammolch
Wissenschaftl. Name (lateinisch): Triturus cristatus
Italienischer Name: Tritone crestato, Salamandra acquaiola
Französischer Name: Triton crêté
Englischer Name: Crested Newt, Warty Newt, Great
Newt
Länge der Erwachsenen: 12 bis 17 cm.
Farbe: Oberseite dunkel, grün, braun oder schwarz,
leicht gefleckt. Bauchseite gelborange mit runden, schwarzen Punkten. Dunkle Kehle mit
weissen Flecken.
Kennzeichen: Schlanke Gestalt. Schwanz seitlich
abgeflacht. Feuchte, gekörnelte Haut. Die Männchen im Hochzeitsgewand mit hohem,
gezacktem bzw. stark gelapptem Kamm auf Rücken und Schwanz.
Verhalten: Der Kammolch wandert Ende Februar,
Anfang März in etwas tiefere, fischfreie Weiher, Tümpel und Teiche. Hier verbleibt er
bis Anfang Sommer (manchmal auch länger). Später kehrt er in seine Landlebensräume in
der Nähe der Gewässer zurück. An Land ist er nur nachts zu beobachten. Tagsüber hält
er sich unter Steinen, Wurzeln, Totholz und in feuchten Löchern versteckt.
Nahrung: Insekten, Würmer, Nacktschnecken,
Spinnen.
Fortpflanzung: Aus 200 bis 300 Eiern, die die
Weibchen an Wasserpflanzen oder Steine geheftet haben, entwickeln sich zirka 1 cm lange
Molchlarven. Mit einer Grösse von 5 bis 8 cm und nach gut drei Monaten dauerndem
Larvenstadium verwandeln sie sich schliesslich in junge Kammolche (geschlechtsreif mit 3
Jahren, einige werden mehr als 20 Jahre alt).
Winterruhe: Nicht sehr tief verborgen, von Oktober bis Februar,
unter Steinen oder Wurzelwerk.
Lebensraum: Eher etwas tiefere Gewässer mit
reichlicher Vegetation in feuchten, lichten Wäldern oder in stillgelegten Lehm- und
Kiesgruben.
Im Kanton Freiburg: Die Art ist im ganzen Kanton
sehr selten und stark bedroht. Weniger als zehn Fundorte im Norden des Kantons sind
bekannt. Sie liegen alle unter 600 m (in anderen Regionen kommt der Kammolch aber bis 1100
m vor).
Stark bedrohte Art: Durch Isolation der Restvorkommen und durch das Aussetzen von Fischen (sogar Goldfischen!) in Amphibienweihern.