8. Gelbbauchunke

Wissenschaftl. Name (lateinisch): Bombina variegata

Italienischer Name: Ululone a ventre giallo

Französischer Name: Sonneur à ventre jaune

Englischer Name: Yellow-bellied Toad




Länge der Erwachsenen: 4 bis 5 cm.

Farbe: Oberseite graubraun (lehmfarben) mit dunkleren Flecken. Bauch und Innenseite der Schenkel samt Finger- und Zehenspitzen blaugrau mit leuchtend gelb bis orangen Flecken.

Kennzeichen: Stark warzige Haut auf der Körperoberseite. Warzen auf dem Rücken zugespitzt, beim Männchen oft mit Stacheln. Herzförmige Pupille. Männchen ohne Schallblase.

Verhalten: Die Gelbbauchunke lebt überwiegend im oder am Wasser. Die sowohl tag- als auch nachtaktiven Tiere ruhen oft mit weit ausgestreckten Hinterbeinen an der sonnigen Wasseroberfläche. Bei Gefahr taucht die Gelbbauchunke in den Bodenschlamm ihres Gewässers; an Land nimmt sie eine besondere Abwehrstellung ein: auf dem Bauch liegend biegt sie ihre Vorder- und Hinterbeine so hoch, dass ihre leuchtende Unterseite sichtbar wird. Zudem sondern Hautdrüsen ein schleimhautreizendes Gift ab.

Nahrung: Würmer, Insekten, Nacktschnecken.

Fortpflanzung: Das Weibchen legt 2 bis 3 mal 20 bis 30 Eier an Pflanzenstengel oder frei auf den Gewässergrund. In den flachen Tümpeln entwickeln sich aus den Eiern in oft weniger als einer Woche Kaulquappen. Die Umwandlung zu kleinen Jungunken vollzieht sich innerhalb nur eines Monats! Aber erst mit 3 Jahren werden sie geschlechtsreif.

Winterruhe: Von Oktober bis März/April. In Bodenverstecken, unter Steinen oder Wurzeln oder im Schlamm der Tümpel.

Stimme: Dumpfes, regelmässiges "uh-uh-uh...", oft im Chor während der Dämmerung und der Nacht.

Lebensraum: Flache Tümpel, Wagenspuren, in Sümpfen, Gräben, Kies- und Lehmgruben, Baustellen.

Im Kanton Freiburg: In Kies- und Lehmgruben und entlang günstiger Gewässer der tieferen Lagen bis 850 m (ausserhalb des Kantons bis 1200 m).

Bedrohte Art: Durch den Verlust an Kleingewässern und die Veränderung der Gewässerufer.