
11. Laubfrosch
Wissenschaftl. Name (lateinisch): Hyla arborea,(H. viridis, Rana Hyla)
Italienischer Name: Ragnella comune
französischer Name: Rainette verte
englischer Name: Common (European) Tree Frog
Länge der Erwachsenen: Zirka 4 cm.
Farbe: Unterschiedlich. Oberseite hellgelb, grau,
blau, dunkelbraun oder grünlich. Unterseite weisslich, mit seitlichem braunem Streifen.
Kennzeichen: Haut auf der Oberseite glatt, auf der
Unterseite mit gekörnelter Struktur. Pupillen waagrecht. Haftscheiben an Finger- und
Zehenenden ermöglichen dem Laubfrosch das Erklimmen sehr glatter, senkrechter Flächen.
Die rufenden Männchen verfügen über eine grosse aufblasbare Schallblase unter dem Kinn.
Sehr schneller Farbwechsel möglich. Stark reizende Gifte in Hautsekreten!
Verhalten: Der Laubfrosch ist hauptsächlich in der
Dämmerung und nachts aktiv. Im Frühling besiedelt er die überschwemmten Teile der
Feuchtgebiete, im Sommer feuchte Gebüsche und Waldränder in der näheren Umgebung. Er
klettert geschickt im Blattwerk der Bäume und Büsche.
Nahrung: Insekten, Spinnen, Tausendfüssler.
Fortpflanzung: Das Weibchen heftet kleine
Laichballen mit einigen Dutzend Eiern an Wasserpflanzen. Nach einem Larvenstadium von 10
bis 12 Wochen Dauer wandern die frisch metamorphosierten Laubfrösche in die Krautschicht
oder in nahe Buschbestände ab.
Winterruhe: Von Oktober bis März, unter Moos, dem
Wurzelwerk von Bäumen oder im Schlamm.
Stimme: Kräftiges, schnelles "äpp-äpp-äpp.... ",
oft im Chor, vor allem an warmen Frühlingsabenden.
Lebensraum: Grosse Feuchtgebiete mit Teichen,
Gebüschstreifen und Wald, Kies- und Lehmgruben mit reicher Uferbepflanzung und Buschwerk.
Im Kanton Freiburg: Feuchtgebiete und Grubenareale
in der nördlichen Hälfte des Kantons, bis in eine Höhe von 750 m (Lentigny,
hchstes Vorkommen in der Schweiz)
Stark bedrohte Art: Durch zunehmende Isolierung der Restpopulationen und das Verschwinden grosser zusammenhängender Feuchtgebiete.