12. Wasserfrosch-Komplex

Da sich der Kleine Teichfrosch (Rana lessonae) und der Wasserfrosch ("Rana esculenta") nur sehr schwer unterscheiden lassen, werden sie hier gemeinsam beschrieben. Zudem handelt es sich beim Wasserfrosch nicht um eine selbständige Art sondern um eine Bastardform des Kleinen Teichfrosches und des Seefrosches (Rana ridibunda).

Wissenschaftl. Name (lateinisch): Rana lessonae + "Rana esculenta"

Italienischer Name: Rana di Lessona + Rana verde minore

Französischer Name: grenouille de Lessona + petite G. verte

Englischer Name: Pool Frog + Edible Frog


Länge der Erwachsenen: 5 bis 11 cm.

Farbe: Oberseite gelbgrünlich, grünlich oder bräunlich, oft dunkel gefleckt. In der Regel mit einem hellen Streifen in der Rückenmitte. Unterseite weisslich.

Kennzeichen: Glatte bis feingekörnelte Haut. Die Männchen mit zwei seitlichen, weissen Schallblasen, die aus einem Spalt hinter den Mundwinkeln ausgestülpt werden. Pupillen waagrecht.

Verhalten: Teilweise nachtaktiv. Das ganze Jahr über im und am Wasser. Sonnt sich mit Vorliebe am Ufer oder auf Schwimmpflanzen.

Nahrung: Kaulquappen, Insekten, Würmer.

Fortpflanzung: Der Kleine Teichfrosch und der Wasserfrosch kreuzen sich spontan, sowohl untereinander als auch mit dem Seefrosch. Der Wasserfrosch ist im eigentlichen Sinn das "Produkt" einer Kreuzung zwischen Kleinem Teichfrosch und Seefrosch. Er selber kann, ohne sich mit einer dieser beiden Arten zu kreuzen, keine Nachkommen haben.) Einige tausend Eier werden in mehreren kleinen bis mittelgrossen Ballen am Gewässergrund abgelegt. Nach einer Woche schlüpfen die Kaulquappen. 3 bis 4 Monate später ist die Umwandlung zum Jungfrosch abgeschlossen.

Winterruhe: Von Oktober bis April im Schlamm oder in der Erde.

Stimme: Sehr unterschiedlich und zu verschiedenen Zeiten bis Ende des Sommers, hauptsächlich aber abends im Frühling. Laut und weithin hörbar (Wasserfrosch) etwas leiser dafür schneller (Kleiner Teichfrosch) etwa: "ä,ä,ä,ä" und "oäh".

Lebensraum: Sümpfe, Weiher, Wassergräben, See- und Flussufer.

Im Kanton Freiburg: An allen geeigneten Stellen bis 1000 m (Maules, 1010 m alpiner Höhenrekord!).

Bedrohte Art Durch die Konkurrenz der Seefrösche vor allem in tieferen Lagen.