Geschichte

Kurze Zusammenfassung der geschichtlichen Abläufe

Kurze Zusammenfassung der geschichtlichen Abläufe

Das Landwirtschaftliche Institut des Kantons Freiburg wurde im Jahr 1888 mit der Eröffnung der milchwirtschaftlichen Station und der Käsereischule in Treyvaux gegründet. Im Jahre 1890 wurden die Käsereischule, das Labor und das Auskunftsbüro nach Pérolles verlegt. Ab 1900 wird die landwirtschaftliche Ausbildung des Kantons reorganisiert: theoretischer Teil in Pérolles und der praktische Unterricht in Grangeneuve.

Anfang des 20. Jahrhunderts verhalf die in Grangeneuve niedergelassene französische Kongregation der Marianisten und Eigentümer des Gutes der landwirtschaftlichen Ausbildung zu einer grossen Verbreitung. Die Kongregation hat sich von 1903 bis 1953 in Grangeneuve niedergelassen.

iag historique grange neuve

Im Jahr 1922 erlaubt der Grosse Rat die Schaffung des Landwirtschaftlichen Instituts und einer milchwirtschaftlichen Schule auf dem Gutsbetrieb von Grangeneuve. In den Dreissigerjahren werden die Beratungsdienste auf dem Gebiet des Obst-, Blumen- und Getreidebaus, der Tierzucht und des milchwirtschaftlichen Sektors geschaffen.

Im Jahr 1952 übernimmt der Staat den Gutsbetrieb von Grangeneuve. Die Haushaltungsschule von Marly wird im Jahr 1967 nach Grangeneuve verlegt. Die Stationen für Betriebswirtschaft, Landmaschinen und Beratung werden im Jahr 1969 geschaffen. Ab 1972 findet der gesamte Unterricht der landwirtschaftlichen Berufsschulen des Kantons Freiburg in Grangeneuve statt.

Ende der Siebzigerjahre werden grosse Modernisierungen realisiert, welche die Schaffung einer den Bedürfnissen für Ausbildung, Verwaltung und Hausverwaltung entsprechenden Infrastruktur erlauben. Das Bildungszentrum für landwirtschaftliche Hauswirtschaft wird in seiner gegenwärtigen Form im Jahr 1981 eingeführt.

Im Jahr 1992 wird ein Neubau für die Haushaltungsschule errichtet. Im selben Jahr wird die Höhere Fachschule für Lebensmitteltechnologie eröffnet. Die Ausbildung für Forstwirtschaft wird 1993 ins Institut in Grangeneuve integriert.

Ab 1994 hat das Institut den Unterricht für Agro-Kaufleute und ab 2001 denjenigen für Lebensmitteltechnologen für die gesamte Westschweiz in sein Angebot aufgenommen.

1999 wurde die Verwaltung des Landwirtschaftlichen Betriebes Abbaye von Sorens, der zuvor der Psychiatrichen Klinik Marsens gehörte, dem Institut übertragen.

2007 wird die Ausbildung der Gärtner ins Institut nach Grangeneuve verlegt.  Attention:

Grangi Nouva

Grangi Nouva

Die neue Scheune wurde im Jahre 1263 von den Zisterzienser-Mönchen des Klosters von Hauterive erbaut. Da der Raum an den Ufern der Sarine begrenzt war, rodeten die Mönche die Hochebene, um eine landwirtschaftliche Tätigkeit aufzunehmen.

Die Direktoren von Grangeneuve

 

Potrait von Emmanuel de vevey

Emmanuel de Vevey
(1888-1926)

Auf Empfehlung des Direktors des Innern führt Emmanuel de Vevey das Institut seit seiner Gründung im Jahre 1888. Zu Beginn reduziert sich das Institut auf die Milchwirtschaftliche Station.

Emmanuel de Vevey tritt am 31. Dezember 1926 aus Gesundheitsgründen zurück. Der Regierungsrat ernennt ihn zum Ehrendirektor des landwirtschaftlichen Instituts.

Portrait von Louis techtermann

Louis Techtermann
(1927-1930)

Im Jahre 1927 überträgt der Regierungsrat Louis Techtermann die Leitung der Kantonalen landwirtschaftlichen Ausbildungsstätten.
Im Laufe seiner Tätigkeit weiht er zwei neue Sektionen des Instituts ein: die landwirtschaftliche Haushaltungsschule und die kantonale Tierzuchtstation.

Louis Techtermann stirbt 1930 während seiner Amtszeit.

Portrait von Jules Collaud

Jules Collaud
(1930-1941)

Im Jahre 1924 wird Jules Collaud zum Professor des Instituts für Landwirtschaft und 1929 zum Chef der Tierzuchtstation ernannt.
Jules Collaud beteiligt sich an der Entwicklung der freiburgischen Tierzucht, besonders als Verwalter des Herdebuchs der Rasse des schwarzgefleckten Viehs.

Jules Collaud stirbt 1941 während seiner Amtszeit.

Portrait von Jules Chardonnens

Jules Chardonnens
(1941-1969)

Im Jahre 1931 wird Jules Chardonnens als Leiter der Milchwirtschaftsschule verpflichtet. Im Jahre 1941 übernimmt er die Leitung des gesamten Instituts.
Jules Chardonnens ist in mehreren freiburgischen Vereinen und als Mitglied der Schweizerischen Milchkommission aktiv. Er wird des öfteren vom Bund als Experte beauftragt.

Jules Chardonnens tritt 1969 in den Ruhestand.

Portrait von Paul Bourqui

Paul Bourqui
(1969-1987)

Im Jahre 1969 übernimmt Paul Bourqui die Leitung des Instituts mit der Aufgabe, dieses sowohl im Hinblich auf die Ausrüstung als auch in der Organisation modern zu gestalten.

Paul Bourqui tritt 1987 in den Ruhestand.

Portrait von Charles Pilloud

Charles Pilloud
(1987-1995)

Im Jahre 1976 ernennt der Staatsrat Charles Pilloud zum Mitglied der Aufsichtskommission des Instituts. Im August 1987 wird er zum Direktor berufen.

Charles Pilloud tritt 1995 in den Ruhestand.

Portrait von Francis egger

Francis Egger
(1995-2010)

Im Jahre 1995 übernimmt Francis Egger, Agrar-Ingenieur ETHZ, die Geschicke des Landwirtschaftlichen Instituts des Kantons Freiburg.

Unter seiner Leitung öffnet das Institut den Berufen Forstwart und Gärtner die Tore und wird ein ISO-9001-zertifiziertes, für Dienstleistungen und Ausbildungen in den Berufsgattungen der Natur, Hauswirtschaft und Agro-Lebensmittel bekanntes Kompetenzzentrum.

Francis Egger verlässt 2010 Grangeneuve für den Schweizerischen Bauerverband.

Geneviève Gassmann

Geneviève Gassmann
(ab 2010)

Der Staatsrat hat, zum ersten Mal seit dem Bestehen des Landwirtschaftlichen Instituts des Kantons Freiburg, eine Frau an dessen Direktion ernannt. Geneviève Gassmann ist diplomierte Bäuerin und hat im Nachstudium an der Hochschule für Wirtschaft in Freiburg mit einem Executive MBA in Integrated Management abgeschlossen.