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2. Tag der Bäuerin: Umgang mit Tod oder Krankheit auf einem Familienbetrieb

Der 2. Tag der Freiburger Bäuerin am 10. Februar in Grangeneuve ist dem Thema „Bäuerin sein - Seiltanz zwischen Erfüllung und Überforderung" gewidmet. Erfahrungsberichte und Workshops sollen Antworten auf Fragen zum Umgang mit Krankheit oder Tod des Gattens bringen.

Der Vormittag beginnt mit einem Referat von Pierre-André Schütz, der die landwirtschaftliche Kaplanei seit Oktober 2015 im Auftrag der protestantischen und der katholischen Kirche des Kantons Waadt führt. Ursprünglich war geplant, dass der pensionierte Pfarrer, Agraringenieur und ehemaliger Landwirt dieses Amt zu 50% ausüben sollte. Ein Jahr später arbeitet er zu 100% und betreut rund vierzig - zum Teil dringende - Fälle. Danach wird sich Camille Kroug von Agridea in Lausanne der Thematik der Identitäten der Bäuerin „zwischen familiärer und beruflicher Herausforderung und persönlicher Entfaltung" annehmen.

Verschiedene Bäuerinnen werden über ihre Erfahrungen referieren. Eine Familienmutter berichtet über den Tod ihres Gattens und wie sie es schaffte, den Betrieb weiterzuführen. Eine andere erzählt von ihrem Burnout und ihrem Leben danach, und eine dritte Bäuerin zeigt auf, was die Ausbildung zur Entwicklung des in Unternehmergeistes (FEE: ein von Grangeneuve erarbeiteter und geförderter strategischer Führungsansatz) ihrer ganzen Familie gebracht hat.

Am Nachmittag finden Workshops zu folgenden Themen statt: Umgang mit einem Burnout und mit dem Tod oder der Invalidität des Gattens sowie langfristige Weiterführung des Betriebs.

Die zweisprachige Veranstaltung wird von der Weiterbildung Hauswirtschaft durchgeführt, die dem Landwirtschaftlichen Institut des Kantons Freiburg in Grangeneuve angegliedert ist. Organisiert wird sie von den beiden Bäuerinnenorganisationen (Freiburger Bäuerinnen- und Landfrauenverband und Association fribourgeoise des paysannes) des Kantons Freiburg am Freitag, 10. Februar, von 10.00 bis 16.00 Uhr in Grangeneuve, Gebäude R.