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Fri-Pers
Fri-Pers-Plattform
Das Einwohnerregister wird auf einer Informatikplattform verwaltet, die gemeinsam von 10 Kantonen entwickelt wird, basierend auf jener, die bereits vom Kanton Bern benützt wird. Ihre Anpassung an die E-Government-Normen und die Entwicklung zahlreicher neuer Funktionen wird noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen.
Fri-Pers ist das Herzstück eines komplexen Informationssystems, das nicht nur dank standardisierten Meldungen den Datenaustausch zwischen den 167 Freiburger Gemeinden und der kantonalen Plattform ermöglicht, sondern auch die trimestriellen Lieferungen ans Bundesamt für Statistik vornimmt oder verschiedenen kantonalen Dienststellen die Daten zur Verfügung stellt, die sie zur Ausübung ihrer Verwaltungstätigkeit benötigen.
Die standardisierten Meldungen werden über die verschlüsselte Kommunikationsplattform Sedex übermittelt, die von der Eidgenossenschaft im Rahmen der neuen Volkszählung auf elektronischem Weg zur Verfügung gestellt worden ist. Zurzeit passen die Gemeindesoftwarelieferanten ihre Programme an, damit sie diesen Normen entsprechen.
Dieses Projekt ist geprägt durch die Menge und die Unterschiedlichkeit der Teilnehmer. Die Plattform wird erst dann voll funktionsfähig sein, wenn sie alle ihr Ziel erreicht haben. Sie wird deshalb etappenweise in Produktion gehen und die Benutzer werden von neuen Funktionen profitieren können, sobald diese realisiert worden sind.
Gemeinschaft von Kantonen
Die Kantone Argau, Basel-Stadt, Bern, Freiburg, Jura, Nidwalden, Obwalden, Schaffhausen, Schwyz und Uri entwickeln diese Plattform gemeinsam. Dank dieser Zusammenarbeit werden die Kosten verteilt, während jeder Teilnehmerkanton von den Lösungen profitieren kann, die für andere Kantone entwickelt worden sind.
Datensicherheit
Die Datensicherheit ist in sämtlichen Etappen des Transfers gewährleistet. Die Exportdateien sind gemäss den E-Government -eCH-Richtlinien gegliedert, was bereits ihre Vollständigkeit garantiert. Danach werden sie verschlüsselt, damit sie nur vom Empfänger gelesen werden können. Und zum Schluss werden sie nicht mit einem gewöhnlichen E-mail übermittelt, sondern über die vollständig abgesicherte Sedex-Plattform.
Die Kohärenz der auf der Plattform empfangenen Daten wird regelmässig geprüft, sowohl durch Kontrollroutinen auf der Plattform als auch durch Plausibilisierungsprogramme des Bundesamts für Statistik. Die Daten aus der Plattform stehen nur jenen Mitgliedern der Kantons- oder Gemeindeverwaltung zur Verfügung, die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen, und zwar nur jene Daten, die sie brauchen.
Aktueller Stand des Informatikprojekts
Die Grundfunktionen sind realisiert worden und der Datenaustausch zwischen den Gemeinden und dem Kanton wird gegenwärtig mit zwei Gemeinden getestet. In den kommenden Monaten werden die Tests auf rund zehn Gemeinden erweitert.
Die Hauptfunktionen für die Datensicherheit sind ebenfalls realisiert worden und werden zurzeit gestestet.
In den kommenden Etappen sollen die Verbindungen mit den verschiedenen kantonalen Dienststellen aufgebaut und der Datenaustausch zwischen den Gemeinden und dem Kanton automatisiert werden, um nicht mehr Exportdateien von Hand verschicken zu müssen. Ein Stimmregister wird auch noch dazu kommen.
Statistische Auswertungsprogramme werden das Projekt als eine der letzten Etappen abrunden.
