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Staatsrat Erwin Jutzet (geboren 1951, wohnhaft in Schmitten) leitet die Sicherheits- und Justizdirektion (SJD) seit Januar 2007. Am 11. November 2010 wurde er vom Grossen Rat zum Präsidenten des Staatsrates für das Jahr 2011 gewählt.
 
Nach dem Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Freiburg erwarb Erwin Jutzet 1979 das Anwaltspatent. Nach Tätigkeiten als Gerichtsschreiber beim Bundesgericht in Lausanne sowie beim Kantonsgericht in Freiburg eröffnete er 1984 eine eigene Anwaltskanzlei, die er bis zu seiner Wahl in den Staatsrat (November 2006) führte. 1986 war er Gründungspräsident des Deutschfreiburger Mietervereins. Von 1984 bis 2004 präsidierte er die IV-Kommission für den Kanton Freiburg. Erwin Jutzet war zudem Präsident des Stiftungsrates von Les Buissonnets, einer Stiftung, die Institutionen für behinderte Kinder und Erwachsene umfasst (1987-2004), sowie Mitglied des Stiftungsrates von Le Torry, einem in Alkohologie spezialisierten Zentrum für Suchtbehandlungen (2004-2007).
 
Auf kantonaler, politischer Ebene gehörte Erwin Jutzet dem Grossrat an, 1995 als dessen Präsident und während fünf Jahren als SP-Fraktionschef. Auf nationaler Ebene war er von 1995 bis 2006 Nationalrat. Er war Mitglied der Rechtskommission und präsidierte die Aussenpolitische Kommission sowie die Gerichtskommission, mit Schwerpunkten im Mietrecht und in der Modernisierung des Zivilrechts sowie in den Bereichen Europapolitik, Entwicklungszusammenarbeit und Friedensförderung.
 
Erwin Jutzet ist Mitglied des Stiftungsrates Ballenberg seit 2001 und der eidgenössischen Spielbankenkommission seit 2008. Er präsidiert zudem die Kommission für organisierte Kriminalität und Wirtschaftskriminalität (OKWK) der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und –direktoren (KKJPD).