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Fischereiverbot und Gesundheitsrisiken
Letzte Fragen und Antworten
Im Tiefkühler habe ich noch Zanderfilets aus einem Fischfang dieses Jahres vom Schiffenensee. Darf ich sie essen? Wenn nicht : wie/wo sind sie zu entsorgen ?
Als Vorsichtsmassnahme empfehlen wir Ihnen, diese Fische nicht zu essen, auch wenn der einmalige Verzehr kontaminierter Fische das Gesundheitsrisiko mutmasslich nicht erhöht. Die PCB-.Gehalte im pg-Bereich machen eine Entsorgung der Fische als Sonderabfall nicht notwendig; die Fische können in der Kehrichtverbrennungsanlage der SAIDEF verbrannt werden. Sie verfügt über eine sehr leistungsfähige weitergehende Rauchgasreinigung. Es gelangen ohnehin gelegentlich Abfälle in KVA, die höhere PCB Gehalte aufweisen (z. B. Bauabfälle mit Verunreinigungen von Fugendichtungen).
Ich habe seit etwa 15 Jahren pro Jahr ca.10 bis 15 Kilogramm Egli, Zander und Hechte aus dem Schiffenensee gegessen. In den Pressemitteilungen wird gemeldet, dass der gelegentliche Verzehr von Fischen aus den betroffenen Gewässern keine Gefahr bedeute.
Wie sieht es in meinem Fall aus? Ist eine ärztliche Kontrolle sinnvoll?
Es ist eher unwahrscheinlich, dass Sie durch den von Ihnen beschriebenen Konsum einen feststellbaren Gesundheitsschaden erlitten haben. Dies, angesichts der bisher erhaltenen Daten der Fische aus der Saane und dem Schiffenensee und der internationalen Erkenntnisse aus Untersuchungen von Personen, die im Rahmen von Industrieunfällen oder besonders starker beruflicher Expositionen gewonnen werden konnten. Leider kann aber im Einzelfall keine absolute Aussage gemacht werden, da u.a. die individuellen Anfälligkeiten für bestimmte Krankheiten, das Alter, das Geschlecht, die Konstitution und die Grösse die möglichen Einflüsse auf die Gesundheit wesentlich mitbestimmen.
Ärztliche Kontrolle : Es gibt leider keine Möglichkeit jemanden daraufhin zu untersuchen, ob diese Substanzen eine Krankheit verursacht haben. Auch raten wir von einer Bestimmung des Blutspiegels der Substanzen ab, da die Resultate bezüglich Krankheiten im Einzelfall keine Voraussagekraft besitzen, jedoch sehr aufwändig und teuer sind. Ausserdem nehmen wir alle eine kleine Menge an PCB regelmässig über Lebensmittel auf.
Wegen der komplexen Krankheitsentstehung mit vielen Einflussfaktoren ist es wichtig, einen gesunden Lebensstil zu führen, d.h. eine ausgewogene Ernährung mit genügend Gemüse und Früchten, Vermeiden von übermässigem Fleischkonsum oder von schädigenden Substanzen wie Tabak und Alkohol, angemessene körperliche Bewegung. Auch ist es ratsam, die von den Ärzten empfohlenen Vorbeugeuntersuchungen auf gewisse Krebsarten, wie z.B. Brustkrebs oder Dickdarmkrebs, ab einem bestimmten Alter durchführen zu lassen.
Seit vielen Jahren bewässern mehrere Landwirte regelmässig landwirtschaftliche Anbauflächen mit dem Wasser des Schiffenensees. Sollten diese Anbauflächen auf chemische Rückstände untersucht werden? Sind irgendwelche Massnahmen nötig?
Zum Fischereiverbot an der « Petite-Sarine ». Haben Sie daran gedacht, nicht das Fischen zu verbieten, sondern einen Fischer-Parcours "NO KILL" zu schaffen? Wie von vielen Fischern seit Jahren verlangt wird, geht es darum, dass weiterhin gefischt werden kann, der Fisch aber systematisch ins Wasser zurück befördert wird.
Die Frage, ob man nicht einen Parcours « no kill » oder « catch and release » schaffen könnte, ist angesprochen worden, und das Amt für Wald, Wild und Fischerei wird sich noch eingehender mit ihr befassen. Nachdem sich die Tierschutzverordnung gegenwärtig in Revision befindet, wurde es als nützlich erachtet, noch einen Grundsatzentscheid aus Bern abzuwarten. Auf jeden Fall gelangt die Frage vor Ende dieses Jahres erneut vor den Staatsrat.
Link zu einem Auszug aus der Fischereizeitung mit der Stellungnahme des Schweizerischen Fischerei-Verbandes
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Eine vorbeugende Massnahme zum Schutz der öffentlichen Gesundheit
Die Direktion für Gesundheit und Soziales ist vom Fischereiverbot, das der Staatsrat beschlossen hat, direkt betroffen, da es sich vor allem um eine vorbeugende Massnahme zum Schutz der öffentlichen Gesundheit handelt.
In diesem Rahmen muss betont werden, dass für die Konsumenten kein akutes Gesundheitsrisiko besteht. Es besteht auch keine Kontaminationsgefahr bei Kontakt mit dem Wasser, beispielsweise beim Baden oder bei gelegentlicher Aufnahme von Wasser in den betroffenen Gebieten.
Eine transparente Information ist uns sehr wichtig. Daher werden wir die freiburgische Bevölkerung regelmässig über die Entwicklung der Situation in Kenntnis setzen.
So hat bereits eine Informationsveranstaltung am 11. September im Landwirtschaftlichen Institut Grangeneuve stattgefunden ( Präsentation - Fragen und Antworten die während dieser Veranstaltung gestellt wurden).
Ausserdem können Sie die Antworten zu den verschiedenen Fragen, die bei uns eingegangen sind, einsehen.
Informations annexes
Identitätskarte
Information
Medienmitteilung des 22.10.07
Pressekonferenz des 29.08.07 : Alle Unterlagen
Sanierung der Deponie La Pila : Medienmitteilung
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- Fragen und Antworten, aktualisiert am 6.9.07 DOC (94 kb)
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