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Früherkennung von sexuell übertragbaren Infektionen (STI)

Der Anstieg von sexuell übertragbaren Infektionen (STI) erfordert eine stärkere Information zu Präventions- und Schutzmassnahmen. In diesem Rahmen nehmen die Freiburger Fachstelle für sexuelle Gesundheit (FFSG) und das Zentrum "Empreinte" an der Kampagne "Männer, die Sex mit Männern haben (MSM)" der Aids-Hilfe Schweiz teil.

Impfung (z. B. gegen HPV, Hepatitis A und B) - sofern möglich und angezeigt - und Früherkennung sind nach wie vor die wirksamsten Mittel gegen STI.
In Freiburg bieten die Freiburger Fachstelle für sexuelle Gesundheit und das Zentrum "Empreinte" Informationen und Früherkennung zu STI an (HIV, Chlamydien, Gonorrhö und Syphilis). Diesen Mai nehmen beide an der Informations- und Früherkennungskampagne der Aids-Hilfe Schweiz für Männer, die Sex mit Männern haben, teil. Diese besonders STI-gefährdeten Personen können sich für 30 Franken (statt 80 bis 100 Franken) auf asymptomatische STI-Bakterien (Syphilis, Gonorrhö und Chlamydien) testen lassen.

Warum eine solche Kampagne?
Die Übertragungswege und die Mittel zur Verringerung des Ansteckungsrisikos sind für STI wie Chlamydien, Gonorrhö und Syphilis wenig bekannt. Viele wissen nicht, dass sie eine STI in sich tragen und übertagen diese unbewusst ihren Partnerinnen oder Partnern. Oralverkehr ist eine häufige Übertragungsart und Kondome schützen bei Vaginal- oder Analverkehr nicht vor allen übertragbaren Infektionen. Zudem verläuft ein Grossteil der STI ohne offensichtliche Symptome.

Nicht systematisch nachgewiesene Infektionen
In einem persönlichen Gespräch werden die diagnostischen Tests ermittelt, die für die jeweilige Person geeignet sind. Dabei muss bedacht werden, dass STI bei Gesundheits-Check-ups oder anderen Kontrollen (z. B. Operationen, Blutspenden, gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen) nicht systematisch nachgewiesen werden.
Für den Nachweis von HIV, Syphilis oder Hepatitis ist eine Blutentnahme nötig. Gonorrhö und Chlamydien können durch Genital-, Anal- oder Rachenabstriche oder durch Urinproben nachgewiesen werden.

Personen, die ausschliesslich heterosexuellen Verkehr haben, wird aktuell empfohlen, sich bei jedem Partnerwechsel auf STI untersuchen zu lassen. Bei erhöhter Prävalenz und/oder häufigerer Exposition sind die Tests öfter durchzuführen. Männer, die sexuelle Beziehungen zu Männern haben, sollten sich zum Beispiel ein- bis zweimal pro Jahr sowie bei jedem Partnerwechsel testen lassen.

In Richtung persönliche und öffentliche Prävention
Damit jede und jeder die eigene Situation überprüfen und entsprechend handeln kann, hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) einen Safer Sex Check aufgeschaltet. Nach dem Beantworten einiger Fragen zur Sexualität generiert der Check persönliche Safer-Sex-Empfehlungen, die zeigen, wie man sich vor HIV und anderen STI schützen kann, insbesondere durch Impfung und Früherkennung.
Mehr Informationen:
• Safer Sex Check: www.lovelife.ch/de/safer-sex-check/
• Kampagne STARMAN: www.drgay.ch/starman

Freiburger Fachstelle für sexuelle Gesundheit
Rue de la Grand-Fontaine 50
1700 Freiburg
T +41 26 305 29 55
STI-Tests sind nach Vereinbarung von Montag bis Donnerstag in Freiburg und Bulle möglich (Rue de la Condémine 60).
Im Rahmen der Mai-Kampagne für Männer, die Sex mit Männern haben, sind Tests in Freiburg von Montag bis Donnerstag nach Vereinbarung möglich.

Zentrum "Empreinte"
Boulevard de Pérolles 57
1700 Freiburg
T +41 26 424 24 84
STI-Tests sind ohne Vereinbarung jeweils mittwochs von 16 bis 19 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr möglich, andere Termine nach Vereinbarung.
Im Rahmen der Mai-Kampagne für Männer, die Sex mit Männern haben, werden am 9. und 24. Mai 2018 von 19 bis 22 Uhr Abende für die Früherkennung durchgeführt.