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Ein neues Amt für das Kulturerbe? Studie wird in Auftrag gegeben

Die Kantonsarchäologin und Vorsteherin des Amts für Archäologie (AAFR) geht per 31. März 2018 in Pension. Nach der Ausschreibung ihrer Stelle im November 2017 haben sich gut qualifizierte Personen beworben. In der Zwischenzeit hat sich aber einiges getan und nun ist die Zeit reif, bei den Institutionen für den Schutz des Freiburger Kulturgutes einen Schritt vorwärts zu gehen. Auf Vorschlag der EKSD will der Staatsrat daher eine Studie in Auftrag geben, die Aufschluss darüber geben soll, ob es sinnvoll wäre, das Amt für Archäologie des Kantons Freiburg(AAFR) und das Amt für Kulturgüter (KGA) zusammenzulegen. Der gegenwärtige stellvertretende Vorsteher des AAFR übernimmt ab 1. April zwischenzeitlich die Leitung des Amtes. Eine Arbeitsgruppe wird mit der Durchführung der erwähnten Studie beauftragt.

Die Frage, ob die beiden Ämter organisatorisch angenähert werden sollten, ist nicht neu. Bislang hatte man jedoch den Weg gewählt, diese Verwaltungseinheiten mit ihren komplementären Aufgaben und Arbeitsweisen durch verschiedene Formen der Zusammenarbeit schrittweise einander näherzubringen. Beide Ämter sind aber heute mit organisatorischen Herausforderungen und Mittelkürzungen konfrontiert, die neue Lösungen erfordern. Ein Zusammenschluss der beiden Ämter könnte mancherlei Vorteile bieten: Eine bessere Übersicht über den Schutz des archäologischen Erbes und der Kulturgüter des Kantons, eine stärker koordinierte und effizientere Vertretung gegenüber den Partnern, eine Professionalisierung der Aufgaben zur Unterstützung der amtsinternen Verwaltung (Verwaltungs-, Finanz- und Personalabläufe), ein verstärkter Schutz des Kulturerbes durch Neuzuteilung vorhandener Ressourcen. Daher hat der Staatsrat sich damit einverstanden erklärt, die Zweckmässigkeit einer Zusammenlegung der beiden Ämter abklären zu lassen. Die EKSD wird demnächst eine Arbeitsgruppe mit der Durchführung dieser Studie beauftragen. Deren Ergebnisse sollten noch in diesem Jahr dem Staatsrat vorgelegt werden.

Carmen Buchillier bleibt wie vorgesehen bis 31. März 2018 im Amt. Danach übernimmt ihr Adjunkt Reto Blumer die Leitung des Amtes. Reto Blumer hat an der Universität Genf einen Abschluss in Archäologie (1997) erworben und ist seit 2001 beim AAFR tätig, seit 2015 als Adjunkt der Kantonsarchäologin.