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Preis zum Tag der Zweisprachigkeit 2017: drei Projekte ausgezeichnet

Drei Projekte von Freiburger Schulen wurden mit dem Preis zum Tag der Zweisprachigkeit 2017 ausgezeichnet. Die Kaufmännische Berufsfachschule Freiburg (KBF) und die Fachmittelschule Freiburg (FMSF) erhielten gemeinsam den ersten Preis, der dritte Preis ging an die Berufsfachschule (EMF). Die drei Projekte zeigen die Bedeutung der Zweisprachigkeit im Freiburger Bildungswesen auf und veranschaulichen, wie sich die Möglichkeiten, eine zweisprachige Ausbildung zu absolvieren, ausgeweitet haben.

Mit dem Preis zum Tag der Zweisprachigkeit werden jedes Jahr Aktionen zugunsten einer gelebten Zweisprachigkeit ausgezeichnet. Dieses Jahr richtete sich der Wettbewerb insbesondere an Bildungseinrichtungen.
Auch wenn sie nicht sehr zahlreich waren, haben diese Kandidaturen die Jury unter dem Präsidium von Staatsrätin Marie Garnier begeistert. Weitere Jurymitglieder waren Susanne Obermayer, Direktorin des Instituts für Mehrsprachigkeit, und Bernhard Altermatt, Co-Präsident des Forums Partnersprachen. Die Jury war vom Engagement der Einrichtungen zugunsten der Zweisprachigkeit beeindruckt. Sie hat im Sinne des Wettbewerbs zum Tag der Zweisprachigkeit beschlossen, alle drei Projekte auszuzeichnen, da sie der Ansicht war, dass alle einen Preis verdienten und andere Einrichtungen inspirieren können.
Gemeinsamer 1. Preis
Die Kaufmännische Berufsfachschule Freiburg (KBF) bildet seit einem Jahr junge Detailhandelsfachleute in einem zweisprachigen Zweig aus. Für den Unterricht hat die Schule das Immersionsmodell gewählt. Der Erfolg dieses Ausbildungszweigs und die Begeisterung der Lehrpersonen, die sich für diese neue Pädagogik engagieren, erlaubt es der Schule, auch im Schuljahr 2017/18 zweisprachige Klassen anzubieten. Mit dieser Ausbildung geniessen die Auszubildenden nach Erhalt ihres eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses "Detailhandelsfach-mann/frau, Vermerk zweisprachig" im Kanton Freiburg und in der ganzen Schweiz bessere berufliche Entwicklungsmöglichkeiten.
Die Fachmittelschule Freiburg (FMSF) hat im Juni 2016 die schweizweit ersten zweisprachigen Fachmittelschulausweise verliehen, in den Gesundheits- und sozialerzieherischen Berufen. 2017 erhalten die ersten Absolventen zweisprachige Fachmaturitäts-Ausweise in den Bereichen Pädagogik, soziale Arbeit und Gesundheit. Die ersten Absolventen haben ihre zweisprachige Ausbildung an der FMSF im Herbst 2013 in Angriff genommen. Die FMSF hat sich für ein teilimmersives Unterrichtsmodell entschieden. Das Freiburger Modell hat schweizweit Pioniercharakter: Die FMSF war somit aktiv an der Einführung der Zweisprachigkeit in den neuen Rahmenlehrplan beteiligt, der derzeit vom Bund in die Vernehmlassung gegeben wurde.
3. Preis
Die Berufsfachschule Freiburg (EMF) hat ein Projekt mit "Stammtischen" erarbeitet, um die Zweisprachigkeit auch ausserhalb des bereits angebotenen Unterrichts zu fördern. Dazu wird in der Cafeteria der EMF ein Ort eingerichtet, der ganz der Zweisprachigkeit gewidmet ist. Ein Tisch wird speziell zweisprachig beschriftet, darauf befinden sich zahlreiche spielerische Aktivitäten (Karten- und Würfelspiele usw.), mit denen der zweisprachige Austausch gefördert werden kann. Dieses Projekt ist ein zusätzlicher Schritt zum tagtäglichen Engagement der EMF für die Zweisprachigkeit, namentlich mit einer zweisprachigen Berufsmaturitätsklasse.
Die Preise wurden am Samstag, 23. September 2017, um 16 Uhr als Abschluss des in Freiburg organisierten Rendez-vous bilingue vergeben. Die zwei Erstplatzierten erhalten einen Betrag von 800.-, die Drittplatzierten erhalten einen Betrag von 400.-. Die Preise werden teilweise durch die Beiträge für mehrsprachige Kantone finanziert, die der Kanton Freiburg vom Bund erhält.
Die Organisatoren des Tages der Zweisprachigkeit prüfen für nächstes Jahr ein neues Konzept, um die Beteiligung zu erhöhen. Der 26. September scheint zu rasch auf den Schulbeginn zu folgen, um es den Schulen zu ermöglichen, fristgerecht ein Projekt für den Tag der Zweisprachigkeit auszuarbeiten.