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Schulbeginn: 47 527 Schülerinnen und Schüler besuchen die Freiburger Schulen

In wenigen Tagen werden nicht weniger als 47 527 Schülerinnen und Schüler in Freiburg eine Schule der obligatorischen Schule oder der Sekundarstufe 2 besuchen. Dem Bedarf entsprechend wurden 42 Klassen eröffnet. Während die Arbeiten zur Harmonisierung der Schulgesetzgebung weitergehen, stellt sich der Freiburger Schule die nächste Herausforderung: Die Integration der Informations- und Kommunikationstechnologien in den Unterricht. Zu den vorrangigen Aufgaben gehören die Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen im Bereich der Medien und IKT und die Erarbeitung einer umfassenden Präventionsstrategie für Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern.

Zu Beginn des Schuljahres 2017/18 werden 47 527 Schülerinnen und Schüler in Freiburg zur Schule gehen, 1 592 mehr als im Vorjahr. An den obligatorischen Schulen werden 35,75 Klassen neu eröffnet, womit die durchschnittliche Klassengrösse praktisch gleich bleibt wie zu Schulbeginn 2016: Im Kindergarten liegt sie bei 18,6 Schülerinnen und Schülern, in der Primarschule bei 20 und in der Orientierungsschule bei 19,7.An den Schulen der Sekundarstufe 2 (S2) wurden 6.3 neue Klassen eröffnet.

An den obligatorischen Schulen beginnt der Unterricht am Donnerstag, 24. August. In mehreren Gemeinden des Seebezirks (Gempenach, Ried/Agriswyl,Ulmiz, Kerzers und Fräschels), wo sich der Schulkalender nach dem Kanton Bern richtet, beginnt das neue Schuljahr bereits am Montag, 21. August. An den Schulen der S2 (Kollegien, Handelsschulen und Fachmittelschulen) beginnt der Unterricht am Montag, 28. August, ebenso am GYB.

Neuerungen
Integration von Medien und IKT in den Unterricht, eine Herausforderung für die Schule. Soll die Integration von Medien, Bildern, Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in den Unterricht gelingen, müssen koordinierte Lösungen auf kantonaler Ebene sowie harmonisierte Informationssysteme eingerichtet werden. Mit der Bereitstellung einer angemessenen Ausstattung und dem Sicherstellen des Zugangs zu digitalen Ressourcen soll für alle Schülerinnen und Schüler im Kanton Freiburg die Chancengerechtigkeit gewährleistet werden. Zu den vorrangigen Aufgaben gehört die Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen im Bereich der Medien und IKT und die Erar¬beitung einer umfassenden Präventionsstrategie für Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern.

Schulgesetz und Schulreglement, letztes Jahr des Übergangs. Um einen einheitlichen Vollzug mehrerer Bestimmungen des Schulreglements zum Schulgesetz zu gewährleisten, wurden folgende neue Richtlinien erlassen: Richtlinien zum Nachteilsausgleich, der dazu dient, behinderungsbeding¬te Einschränkungen zu verringern, um den Besuch der Regelschule zu begünstigen; Richtlinien über die Durchführung schulischer Massnahmen im Rahmen des Förderprogramms "Sport?Kunst?Ausbildung", um die Vereinbarkeit von Schule und Sport oder Kunst auf hohem Niveau zu erleichtern, sowie Richtlinien, welche die Grenzen der Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Schulen und dem privaten Sektor genauer festlegen, insbesondere im Sponsoring.

Evaluation des neuen Übertrittsverfahrens von der Primarschule in die OS. Da die Orientie-rungsschule in 3 Klassentypen organisiert ist, in denen die Schülerinnen und Schüler ihren Fähig-keiten und ihrem Lerntempo entsprechend eingeteilt sind, erfolgt am Ende der Primarschule eine entsprechende Abklärung. Vergangenen März wurde das Verfahren angepasst, um gewisse Schwä-chen zu beheben. Laut einer Umfrage bei den betroffenen Lehrpersonen, den Schuldirektionen der OS und den Primarschulleitungen sind die Befragten mit dem neuen Verfahren zufrieden; dieses erfüllt somit seinen Zweck.

Die Schule besser verstehen. Um für die neu in den Kanton gezogenen Familien oder Personen, welche die Freiburger Schule nicht gut kennen, das Schulsystem verständlicher zu machen, haben die EKSD und die HEP-PH FR ihre Reihe von kurzen Dokumentarfilmen mit der Präsentation der Orientierungsschule erweitert. Dank der Unterstützung der Sicherheits- und Justizdirektion und des kantonalen Integrationsprogramms können vier neue Sprachen angeboten werden, somit stehen diese Filme nun in 11 Sprachfassungen zur Verfügung. In den Filmen werden unter anderem folgende Themen angesprochen: Die Ankunft in der Schule, die verschiedenen Fachbereiche, der Stundenplan, die Hausaufgaben sowie die Berufs- und Studienberatung. Link zu diesen Filmen: http://www.fr.ch/osso/de/pub/12-15_jahre_zyklus_3.htm

An den Kollegien erfreuen sich die zweisprachigen Bildungsgänge grosser Beliebtheit. Im Schuljahr 2017/18 werden über 40 % der Schülerinnen und Schüler im ersten Gymnasialjahr dieses Angebot nutzen. 31 % nehmen die Gelegenheit wahr, ein Unterrichtsfach in der Partnersprache zu besuchen; in der deutschsprachigen Abteilung beträgt dieser Anteil sogar 43 %. 10 % der Schülerinnen und Schüler werden das 1. Gymnasialjahr in einer "zweisprachigen Klasse plus" beginnen. Bei dieser Variante findet der Unterricht in einer gemischtsprachigen Klasse je zur Hälfte auf Deutsch und Französisch statt. Betrachtet man sämtliche vier Ausbildungsjahre zusammen, so haben sich 31 % der Mittelschülerinnen und Mittelschüler für eine zweisprachige Ausbildung entschieden.

Die Zahlen im Detail
6 966 Schülerinnen und Schüler verteilt auf 374,5 Klassen besuchen den Kindergarten. Insgesamt ist sowohl die Zahl der Schülerinnen und Schüler (20) wie auch die der Klassen (0,95) leicht gestiegen. Bei den Primarschulklassen ist eine erhebliche Zunahme zu verzeichnen. 22 425 Schülerinnen und Schüler verteilt auf 1 114,65 Klassen besuchen die Primarschulen; sowohl die Zahl der Schulkinder (1 152 gegenüber 50 im 2016) wie auch die der Klassen (21,30 gegenüber 13 im 2016) ist gestiegen. Die Orientierungsschulen zählen 11 270 Schülerinnen und Schüler verteilt auf 557 Klassen, womit die Schülerzahl eine Zunahme um 174 und die der Klassen um 13,5 verzeichnet.