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Gewalt im Paarbeziehungen: die Kinder schützen

Der Schutz von Kindern, die Gewalt miterleben, ist eine der Hauptachsen, nach der die Kommission gegen Gewalt in Paarbeziehungen und ihre Auswirkungen auf die Familie ihre Aktionen in diesem Jahr ausrichten will. In diesem Rahmen hat das Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann und für Familienfragen die Vorpremiere des Spielfilms „Jusqu'à la garde" organisiert. 140 Personen haben daran teilgenommen.

Die Ausstrahlung des Films bot dem GFB die Gelegenheit, die Kampagne "Es soll aufhören!" der Stiftung Kinderschutz Schweiz bekannt zu machen. Die audiovisuelle Themenmappe will zur Auseinandersetzung mit dem Tabuthema Kinder als Betroffene von Partnerschaftsgewalt anregen. Mittels Filmen und schriftlichem Begleitmaterial werden Fachpersonen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, und interessierte Personen aus dem privaten Umfeld sensibilisiert, damit sie betroffene Kinder besser verstehen und unterstützen können.

https://www.kinderschutz.ch/de/es-soll-aufhoeren.html

Das GFB hat die Gelegenheit ausserdem dazu genutzt, um über das Pilotprojekt "Kinder helfen Kindern mit Geschichten bei häuslicher Gewalt", das es in Zusammenarbeit mit der Berner Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt und der Paar- und Familienberatung Freiburg führt, zu informieren. Mehr dazu im PDF.

Gewalt in Paarbeziehungen ist der einzige Kriminalitätsbereich, dessen Statistiken stets einen Anstieg verzeichnen. Frauen sind am stärksten betroffen, aber auch Kinder werden oft zu Zeugen und erleiden dabei grossen seelischen Stress. Deshalb werden Kinder, die Zeugen von Gewalt in Paarbeziehungen wurden, heutzutage als eigenständige Opfer wahrgenommen.